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Düsseldorfer Symphoniker - Portrait

Die Düsseldorfer Symphoniker sind das Hausorchester der Tonhalle Düsseldorf. Damit sind sie Herzstück, Motor und künstlerische Zelle eines der bedeutendsten Konzerthäuser in Deutschland. Die Arbeit in der Tonhalle und in der Oper am Rhein gibt den Symphonikern ein ganz eigenes, ungewöhnliches Profil. Mit regelmäßigen Konzertreisen - nach Holland, Österreich, Tschechien, in die Schweiz, nach Spanien, China und Japan - trägt das Orchester den Ruf Düsseldorfs als Kulturstadt in die Welt.

Von Händel bis Schumann

Die Düsseldorfer Symphoniker haben eine weit zurück reichende Tradition: Schon im 18. Jahrhundert arbeiteten international gefeierte Künstler mit der „Düsseldorfer Hofkapelle“, unter ihnen Georg Friedrich Händel und Arcangelo Corelli. Als der Hof aufgelöst wurde, gingen viele der Musiker nach Mannheim zu einem der berühmtesten Orchester seiner Zeit. Mit der „Mannheimer Schule“ begründete sich dort die moderne Orchesterkultur. 1818 entstand dann in Düsseldorf ein Verein, der bis heute Bestand hat und zur Wiege der Düsseldorfer Symphoniker wurde: Der Städtische Musikverein zu Düsseldorf ist einer der ältesten gemischten Konzertchöre der Welt, hat eine große ununterbrochene Tradition und kann auf eine beeindruckende Liste von Musikdirektoren zurückblicken, von denen Mendelssohn und Schumann heute die berühmtesten sind. Robert Schumann hatte in Düsseldorf die einzige Festanstellung seines Lebens. 1864 wurden die Symphoniker eigenständig und damit zweitältestes städtisches Orchester in Deutschland.

Die Symphoniker bis heute

Auch im frühen 20. Jahrhundert arbeiteten viele internationale Größen des Musiklebens – als Solisten Edwin Fischer, Elly Ney, Vladimir Horowitz, als Dirigenten Richard Strauss und Jascha Horenstein mit den Symphonikern. Im Dritten Reich fiel ihnen die Aufgabe eines Reichsorchesters neben den Berliner Philharmonikern und dem Brucknerorchester Linz zu. Die Düsseldorfer waren auf den Reichsmusiktagen zuständig für die Uraufführungen von linientreuen Kompositionen in einer Zeit, in der neben der „Entarteten Kunst“ in Düsseldorf sogar eine „Entartete Musik“ nachzuweisen versucht wurde. Die Tonhalle und die Düsseldorfer Symphoniker setzen sich mit diesem Thema zum Orchesterjubiläum im Jahr 2014 auseinander, wenn die Musik des Totalitarismus im Mittelpunkt der Konzertplanung stehen wird.

Der Wiederaufbau nach 1945 lag in den Händen von Heinrich Hollreiser. Ihm folgten als Generalmusikdirektoren Eugen Szenkar, Jean Martinon, Rafael Frühbeck de Burgos, Henryk Czyz, Willem van Otterloo, Bernhard Klee, David Shallon, Salvador Mas Conde und John Fiore. Carlos Kleiber, Hans Wallat, Christian Thielemann und Fabio Luisi standen im Operngraben am Pult des Orchesters. Seit 2009 ist mit Andrey Boreyko einer der bedeutendsten Dirigenten seiner Generation GMD der Düsseldorfer Symphoniker. Den Titel „Schumann-Gast der Düsseldorfer Symphoniker“ trägt der Schweizer Dirigent Mario Venzago. Im Schumannjahr 2010 wurde in Düsseldorf das Ganze Werk von Robert Schumann mit Künstlern wie Christoph Eschenbach, Thomas Zehetmair, Daniel Barenboim, Paavo Järvi, Riccardo Chailly, Thomas Hampson, Rudolf Buchbinder, Midori, Helene Grimaud und Frank Peter Zimmermann aufgeführt. Im Mittelpunkt: die Düsseldorfer Symphoniker. Für 2011 nimmt sich das Orchester des vokalsinfonischen Schaffens von Gustav Mahler an. Aufführungen mit internationalen Größen wie Christiane Oelze, Thomas Quasthoff und Robert Dean Smith schlagen so den Bogen vom „Klagenden Lied“ bis zum „Lied von der Erde“.

Neben der reinen Konzerttätigkeit hat die Musikvermittlung einen hohen Stellenwert bei den Düsseldorfer Symphonikern. In intensiver Zusammenarbeit mit Schulen werden fächerübergreifend Themen rund um Musik und Komponisten behandelt und Workshops für junge Musiker angeboten. Schultourneen des Orchesters und Schulbesuche einzelner Orchestermusiker gehören ebenso zum Alltag wie der Tonhallenbesuch von Schulklassen. Zum bundesweit beachteten Aushängeschild wurde die Konzertreihe „3-2-1 IGNITION“, die klassische Musik für Jugendliche als Freizeitvergnügen etablieren hat.
Für die aktive musikalische Nachwuchsarbeit engagieren sich die Orchestermusiker als Tutoren im eigenen Jugendsinfonieorchester (dem Deutschland-weit einzigen in einem Konzerthaus) und arbeiten als Mentoren in der orchestereigenen Akademie.

Diskographie

Die Diskographie der Symphoniker umfasst CD-Produktionen von Konzert- und Opernmitschnitten sowie Einspielungen mit dem Städtischen Musikverein zu Düsseldorf. Die Aufnahme mit Richard Strauss‘ Tondichtung „Also sprach Zarathustra“ (2004) wurde von der Presse überschwänglich besprochen. 2009 hat der englische Geiger Matthew Trusler die Düsseldorfer Symphoniker gebeten, die Violinkonzerte von Erich Wolfgang Korngold und Miklos Rozsa aufzunehmen. Die bei „Orchid Classics“ erschienene CD wird weltweit bei Naxos vertrieben. Unter GMD Andrey Boreyko erschien zuletzt die Aufnahme von Tschaikowsky „Manfred“ bei b-sharp. Immer wieder gibt es CD-Produktionen von Live-Mitschnitten aus der Tonhalle, wie Schumanns 3. Symphonie mit „Schumann-Gast“ Mario Venzago. Unter Venzago haben die Symphoniker gerade Bruckners 5. Symphonie eingespielt, die im Rahmen eines Bruckner-Symphonien-Zyklus beim Label cpo erscheinen wird.
Auf DVD wird im August 2011 die Produktion von Schumanns „Manfred“ mit der Live-Visualisierung von Johannes Deutsch weltweit erste Filmversion bei Arthaus erscheinen.