Musikgraphiken aus dem französischen und dem rheinischen „Charivari“
10.02. bis 07.05.2007
VIP-Räume der Tonhalle (im Anschluss an das Grüne Gewölbe)
Geöffnet: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr sowie zu den Konzerten
Musikgrafiken aus dem französischen und rheinischen Charivari
Charivari meint im französischen Kulturbereich die Katzenmusik, die von alters her missliebigen Politikern vom Volk mit Töpfen und Pfannen nach der Art eines Ständchens dargebracht wurde. 1832 erkor sich Louis Philipon diesen Begriff für seine satirische Zeitschrift „Charivari“, die kämpferisch und entschieden für die Republik eintrat und um die er namhafte Künstler seiner Zeit wie Daumier, Cham, Grandville, Gavarni und Traviès versammeln konnte. Als „rheinischer Charivari“ sind wenig später die „Düsseldorfer Monatshefte“ bezeichnet worden, die Lorenz Clasen 1847 aus analogem Geist begründete und in denen sich viele junge, demokratisch denkende Künstler der Düsseldorfer Malerschule wie Achenbach, Ritter, Reiners, Süs und andere zusammenfanden. Aus diesen Veröffentlichungen zeigt der Düsseldorfer Sammler Dr. Friedrich W. May musikthematische Grafiken, deren politischer und sozialkritischer Charakter sich bei genauerem Hinsehen erschließt.