| Zur Person: | Ralf Buchkremer |
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| Instrument: | Viola | |
| Studium: | Düsseldorf (bei Jürgen Kussmaul) und Essen |
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| Stationen: | Seit 1997 Solo-Bratscher der Düsseldorfer Symphoniker |
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Neulich saß er auf dem Sattel seines Rennrades und fuhr wieder mal eine sehr, sehr lange Strecke. Im Jahr kurbelt der Mann um die 15 000 Kilometer runter. Andere fahren nicht so hingebungsvoll. Aber die bekommen auch nicht von Kindertagen an gesagt: "Jung, mach die Sachen, die du machst, ordentlich! Bloß nicht verzetteln!"
Das klingt nach einer Kindheit im Rheinland. Ralf Buchkremer stammt aus Heinsberg und ist das, was man einen bodenständigen Jung nennt. "Bayern", sagt er, "wäre schwierig für mich." Er braucht den Wohlfühlfaktor der Heimat, sonst geht er ein.
Und wenn er sich wohlfühlt, dann kann er üben wie ein Tier. Eigentlich ist Ralf Buchkremer (31) Geiger, doch dann kam der Tag, da er Papas Bratsche in die Hand bekam. Die gefiel ihm. Wenig später entschloss er sich, einen Preis beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" im Fach Viola zu gewinnen. So kam es auch.
Mittlerweile ist er " seit 1997 " Solo-Bratscher der Symphoniker ("hier könnte ich bleiben, bis ich pensioniert werde") und spielt ein Instrument, bei dem er sich selber täglich wundert, "dass das Ding überhaupt noch klingt". Es ist nämlich von 1570, stammt vom Geigenbauer Zanetto aus Brescia und ist schon x-mal zerschnitten, umgebaut, restauriert, renoviert worden. Seine Bratsche hat es ausgehalten " und wie toll sie klingt, haben wir neulich im Symphoniekonzert gehört, als er das Solo in Richard Strauss" "Don Quixote" vortrug.
Buchkremer ist ein Allrounder, der am liebsten alles spielt, was ihm vor den Bogen kommt. Leider gibt die Rheinoper neuerdings oft "West Side Story". Da gibt's keine Bratschen. Papa würde sagen: Ist irgendwie Verschwendung.
Wolfram Goertz
Die Rheinische Post unterstützt die Düsseldorfer Symphoniker mit der regelmäßigen Serie "Unsere Symphoniker". Darin werden alle Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker vorgestellt. Der Abdruck der Texte erfolgt mit freundlicher Genehmigung der RP. Die Autoren sind Regine Müller, Wolfram Goertz und Peter Reichelt.