Die Geschichte

Der Ehrenhof von Wilhelm Kreis

Der Architekt Wilhelm Kreis entwarf im Jahre 1925 für den Düsseldorfer Ehrenhof eine Reihe von Veranstaltungsgebäude. Dazu gehörte ein Planetarium, sowie umliegende Museen. Anlaß war fehlender Raum für Ausstellungen und Veranstaltungen. Das heutige Tonhallengebäude (vormals Rheinhalle) entstand nach neoklassizistischem Vorbild. Das Foyer galt als einer der wichtigsten Innenräume des Expressionismus. Kreis, der in der nachfolgenden nationalsozialistischen Zeit zu "großen Ehren" gelangte, hatte auf die damalige Stadtarchitektur Düsseldorfs entscheidenden Einfluß. Sein Gesamtwerk zeichnet sich durch eine strenge Form und ruhige, klare Linienführungen aus. Warmtönige Klinker und Tuffsteine, wie sie schon im alten Rom Verwendung fanden, wurden als Materialien eingesetzt. Dominant an der Anlage im Ehrenhof war der Kuppelbau. Kreis Werk wurde damals von Experten gerühmt. Der prominente und international bekannte Kunstkritiker Max Osborn beschrieb Kreis' Werk mit folgenden Worten: "Das ist das Wesentliche an der außerordentlichen Leistung Kreis, daß er mit schöpferischem Griff die Gruppe dieser mannigfaltigen Gebäude zu einem Gesamtbild von machtvoller, überwältigender Einheit zusammengefaßt hat."

Der 2. Weltkrieg und Zerstörung

Während des zweiten Weltkrieges blieb die Anlage am Ehrenhof weitestgehend unzerstört. Völlig zerstört wurde dagegen 1942 die "alte Tonhalle" (Tonhallenstraße jetzt Karstadt). 1944 wurde das Orchester aufgelöst, die Musiker in kriegswichtige Betriebe geschickt. Aber schon im Juli 1945 wurde mit 45 Musikern der Konzertbetrieb wieder aufgenommen. Die Reihe der Generalmusikdirektoren, die seit 1945 den Symphonikern vorstanden, umfasst so namhafte Dirigenten wie Eugen Szenkar, Jean Martinon, Rafael Frühbeck de Burgos und seit der Spielzeit 2009/10 der russischstämmige Dirigent Andrey Boreyko. Es sollte aber nach 1944 noch 35 Jahre dauern, bis die Stadt ihr Versprechen nach einem Zentrum konzertanter Musik einlösen konnte. Dies war nicht zuletzt ein Verdienst des Architekten Professor Dr. Helmut Hentrich, der den Umbau der Rheinhalle ins Gespräch brachte. Wichtig war, daß die äußere Fassade, das grüne Gewölbe sowie die Kuppel erhalten blieben. Es wurde ein Konzept entwickelt, das moderne architektonische Überlegungen mit der alten historischen Bauweise verband. Viele Elemente des Planetariums konnten restauriert werden: bildnerischer Schmuck und die Skulpturen.

Der Umbau zur Tonhalle

Die gesamte Außenfassade des Gebäudes wurde restauriert, schadhafte Stellen ausgebessert. Der Muschelkalksockel der Westfassade wurde ersetzt und bis zum Widerlager der Oberkasseler-Brücke fortgeführt. Unter komplizierter Verpackung haben die Mosaiken von Professor Nauen die Bauzeit überstehen können. Die Plastiken des Bildhauers Karl Moritz Schreiner rechts und links des nördlichen Terrassenaufgangs vervollständigen an alter Stelle das Bild der Fassade. Knubels "Pallas Athene" bekam einen neuen Goldglanz. Die Kuppel wurde auf die alte Höhe von 1926 gebracht. Die einzige offenkundige Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes liegt darin, daß die Architekten den alten ursprünglich offenen Umgang unter der Kuppel in den Innenraum einbezogen haben. Das Innere des Gebäudes erhielt ein neues Erscheinungsbild. Dazu gehört ein großer Konzertsaal mit 2000 Sitzplätzen. Der Konzertsaal befindet sich direkt unter der Kuppel. Neu dazu gekommen sind spezielle Lichtkunstwerke. So steht im Zenit das blaue Reflexionsobjekt mit seinen 21 Hohlspiegeln - langsam - kreisend - und ebenso vielen Projektoren. Diese Lichtelemente machen die Halle zu einem musikalischen Planetarium.

STARKE MOMENTE

  • Erleben Sie hier die stärksten Momente unserer Konzerte.

    Auf Klick öffnet sich eine Diaschau, in der die stärksten Momente festgehalten sind.

  • Tonhalle Ansichten

Kunstwerke in der Tonhalle

Hier entsteht eine Galerie über die Kunstwerke im Haus.