Roland Faber

Zur Person: Roland
Faber
Instrument: Violine
Studium: Köln
Stationen: Seit
1993 Mitglied der 1. Violinen der Düsseldorfer
Symphoniker; seit 1996 als Vorspieler

Salonlöwe mit Goldstar-Nadel

Als er zu den ersten Geigen der Symphoniker stieß, war er "das Nesthäkchen", 22 Jahre alt und mit dem damals üppigeren Opernrepertoire "fast überfordert". Seither hat sich einiges verändert und Roland Faber selbst sich längst auf den Posten an der Seite oder im Windschatten des Konzertmeisters vorgespielt, von wo er diesen mit dem Rest der Gruppe zusammenschweißt.

Nachdem er zum 4. Geburtstag eine Geige geschenkt bekommen hatte, ließ Faber nicht mehr locker. Meisterkurse in Wien und Novi Sad ergänzten nicht nur seine musikalische Ausbildung; sein Studienaufenthalt in Serbien zumal sollte noch eine ganz andere, entscheidende Konsequenz haben. Denn mit seiner Frau hat Herr Faber dort auch deren Heimat lieben gelernt, sodass er sich heute in der Balkanregion "fast mehr zuhause" fühlt als hier.

Authentizität und lebendige Tradition serbischer Folklore und Tänze lassen ihm unsere Kunstübungen oft wie "Musik in Aspik" erscheinen. Privat macht er denn auch gerne Pause von der Klassik, verstärkt die "Essener Salonlöwen" bei ihren Auftritten mit Wiener Salonmusik und setzt sich sonst am liebsten in Bewegung; sofern er nicht gerade seine Steckenpferde Astronomie, Lyrik und Portraitmalerei verfolgt, mit dem Fahrrad und zu Fuß auf ausgedehnten Spaziergängen oder dem Parkett, wo die Fabers ihre Goldstar-Nadel beim Tango schon mal aufblitzen lassen.

Fabers Augen blinzeln freundlich, und nur, wenn er in der staubtrockenen Luft des Orchestergrabens wieder einmal seine Kontaktlinsen zu spüren bekommt, brennt darin der "heiße Draht", den andere Orchester zu politischen Entscheidungsträgern haben.
Wolfram Goertz

Die Rheinische Post unterstützt die Düsseldorfer Symphoniker mit der regelmäßigen Serie "Unsere Symphoniker". Darin werden alle Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker vorgestellt. Der Abdruck der Texte erfolgt mit freundlicher Genehmigung der RP. Die Autoren sind Regine Müller, Wolfram Goertz und Peter Reichelt.