
| Zur Person: | Michael Flock | |
| Instrument: | Violoncello | |
| Studium: | Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker |
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| Stationen: | Seit 1998 Cellist der Düsseldorfer Symphoniker |
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Zuerst denkt man: Der Mann hat keine Lust aufs Interview, der ist bockig. Michael Flock (34) scheint sich die Sätze einzeln aus der Nase ziehen zu lassen. Bis man nach fünf Minuten merkt: Von wegen, der Mann hat den Schalk im Nacken, das ist staubtrockener Humor, der langsam anläuft und hässliche Lachkrämpfe auslösen kann. Wenn man ihn fragt, wie er zum Cello kam, und er sagt: "Och, eigentlich hab ich lieber Fußball gespielt", dann möchte man diesen Block wieder zuklappen.
Flock kommt aus einer musikalischen Arztfamilie, mit zehn Jahren fing er mit dem Cello an, geradewegs ging es übers Studium in Köln in das Traumorchester der Republik, zu den Berliner Philharmonikern. Die Orchesterakademie der Karajan Stiftung machte es möglich, dass Flock zwei Jahre als Stipendiat in dem Luxusorchester saß, Dienst tat unter den größten des Taktstocks und Tourneen rund um die Welt erleben konnte. Von Abbado schwärmt er, vom Leben als Philharmoniker auch.
Ist danach nicht alles andere fad? So sieht er es nicht, räumt aber ein, dass das Düsseldorfer Orchester in der Stadt keine gute Lobby habe, und die schlechten akustischen Bedingungen der Tonhalle dafür verantwortlich seien, dass das Orchester unter seinen Möglichkeiten bleiben müsse. Solche Sätze kommen ohne hintergründiges Schmunzeln.
Hobbies? "Keine Hobbies!" kommt als überraschende Antwort, aber wieder verschmitzt. Dafür gibt es viele musikalische Nebenkriegsschauplätze: Salonmusik mit dem Tea-Time-Ensemble, Alte Musik in historischer Aufführungspraxis, Kammermusik. Als Solist sieht sich Flock nicht, eher als Mannschaftsspieler. Klar, als alter Fußballer...
Regine Müller
Die Rheinische Post unterstützt die Düsseldorfer Symphoniker mit der regelmäßigen Serie "Unsere Symphoniker". Darin werden alle Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker vorgestellt. Der Abdruck der Texte erfolgt mit freundlicher Genehmigung der RP. Die Autoren sind Regine Müller, Wolfram Goertz und Peter Reichelt.