
| Zur Person: | Claus Körfer | |
| Instrument: | Kontrabass | |
| Studium: | Köln | |
| Stationen: | Seit 1983 Kontra-Bassist bei den Düsseldorfer Symphonikern |
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Der Kontrabass: Knecht Ruprecht unter den Streichinstrumenten; ein nicht gerade zart besaiteter Gesell mit langem Hals, noch längeren Stimmbändern und schwer herabhängenden Schultern, auf denen er wie Atlas "die ganze Welt der Schmerzen" tragen muss. Selten sieht man ihn mit seinem Herrn auf offener Straße. Denn dieser hat meistens nur ein unscheinbares Köfferchen bei sich und überholt auf seinem Weg zur Arbeit leichtfüßig die anderen Kollegen.
"Da kann ich nur sagen: Wieso soll ich Violine spielen?" Claus Körfer bekennt sich rückhaltlos zu seinem Instrument, mit dem er nun schon 20 Jahre eine fundamentale Rolle bei den Symphonikern einnimmt.
Wenn Herr Körfer über seinen Beruf spricht, bemerkt man bald etwas Kompromissloses in seiner Begeisterung für alle Arten von Musik, "die gut gemacht ist". Als Kinder krochen er und seine Schwester abends aus den Betten und hielten die Ohren dicht über dem Fußboden, um den Klängen des unten im Wohnzimmer versammelten Streichquartetts zu lauschen. Erweckungserlebnis Tiefenrausch, den Claus Körfer fortan in Ton- und Zeiträumen beharrlich zu erneuern suchte.
Seit seiner Kölner Studienzeit beschäftigt er sich intensiv mit alter Musik und wirkt in Spezial-Ensembles wie der "Cappella Coloniensis", "La Stagione Frankfurt" oder auch "Musica Antiqua Köln" auf historischem Instrumentarium mit. Diese (frei-)zeitraubende Nebentätigkeit ist für ihn eine Quelle der "Inspiration", um "Alltag" in einem großen Sinfonie- und Opernorchester gar nicht erst aufkommen zu lassen. Glücklich, wer wie er sagen kann: "Für mich ist das kein Dienst. Ich spiele viel und gerne."
Peter Reichelt
Die Rheinische Post unterstützt die Düsseldorfer Symphoniker mit der regelmäßigen Serie "Unsere Symphoniker". Darin werden alle Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker vorgestellt. Der Abdruck der Texte erfolgt mit freundlicher Genehmigung der RP. Die Autoren sind Regine Müller, Wolfram Goertz und Peter Reichelt.