| Zur Person: | Ruth Legelli | |
| Instrument: | Flöte | |
| Studium: | Freiburg, Zürich und Basel |
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| Stationen: | Seit 1996 Soloflötistin bei den Düsseldorfer Symphonikern |
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Sie ist der edle Silberglanz entlang der Hüllkurve des klassischen Orchesterklangs, sie spielt in Beethovens dritter Leonoren-Ouvertüre die aus dem Unterholz des beruhigten Orchestergrabens auffliegende Friedenstaube und die Nachtigall in seiner sechsten Sinfonie ("Pastorale") - die erste Flöte im Orchester; bei den Symphonikern seit 1996 in den Händen von Ruth Legelli (36), deren leidenschaftliche Naturverbundenheit wie ein Beweis des alten Aberglaubens anmutet: Nomen est omen. Während Signore Lulli und Monsieur Lully nichts Geheimnisvolles trennte, verbergen sich hinter "Legelli" alte ungarische Wurzeln und der Name "Legel", was so viel wie "der Schäfer" heißt.
Für Ruth Legelli war schon immer klar: Die Flöte muss es sein. Dieser frühe Entschluss führte sie von der Waldorfschule in Freiburg direkt auf die dortige Musikhochschule, wo sie ein Studium der Orchestermusik und Musikerziehung absolvierte, ehe sie ihre solistische Ausbildung in Zürich und bei Aurèle Nicolet in Basel fortsetzte.
Auch wenn oder gerade weil sie in ihrem Leben zwischen Oper, Konzertsaal und Folkwang-Hochschule, wo sie seit sechs Jahren mit Begeisterung unterrichtet, nicht nur "Pastorale" und F-Dur spielen kann, treibt es Frau Legelli regelmäßig in die höheren Lagen ihrer badischen Heimat , sommers wie winters in die reine Bergluft der Schweizer Alpen und immer wieder auch in die Arme J. S. Bachs, dessen Musik für sie das einzige "Gegengift" zu den teuflischen Elexieren des Bayreuther Druiden ist.
"Todmüde, platt und abgesessen" fühlt sie sich oft nach Wagners, die Flöte obendrein vernachlässigenden Ergüssen und weiß, da hilft nur eins: "Ein paar Bach-Choräle hinterher, und man ist wieder geklärt."
Peter Reichelt
Die Rheinische Post unterstützt die Düsseldorfer Symphoniker mit der regelmäßigen Serie "Unsere Symphoniker". Darin werden alle Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker vorgestellt. Der Abdruck der Texte erfolgt mit freundlicher Genehmigung der RP. Die Autoren sind Regine Müller, Wolfram Goertz und Peter Reichelt.