Veit Scholz

Zur Person: Veit
Scholz
Instrument: Fagott
Studium: Detmold und Hannover
Stationen: 1981
Solo-Fagottist in Nürnberg, seit 1982 Solo-Fagottist
der Düsseldorfer Symphoniker

Ein Hausmann mit Dulzian

Veit Scholz (44) stammt aus einer Mönchengladbacher Kantorenfamilie, war schon immer von der Klarinette angetan ("die konnte man einfach auseinander- und mitnehmen") und kam doch letztlich zum Fagott: "Ich war zwölf oder dreizehn, als meine Eltern mit dem Solo-Fagottisten der Niederrheinischen Symphoniker, Koki Sasano, befreundet wurden. Der hat irgendwann gesagt, ich solle doch mal vorbei kommen. Das hab ich getan und den Augenblick werde ich nie vergessen: Koki hat mir einfach so die Schnur um den Hals, das Fagott daran gehängt und losgelassen, und ich bin beinahe vornüber auf die Nase gefallen. Das waren die Anfänge."

Anfänge eines vielseitigen Musikers, der mit seinem Instrument und dessen Frühformen (Dulzian und so) in allen Epochen zuhause ist. So findet man Veit Scholz nicht nur als Mann der ersten Stunde unter den Mitwirkenden des Ensemble Modern oder der "musikfabrik NRW", sondern immer wieder in den Reihen der Neuen Düsseldorfer Hofmusik oder des Stuttgarter Barockorchesters.

Diese Aktivität überrascht um so mehr, wenn man erfährt, dass er als Vater von vier Kindern und Alleinerzieher derer zwei neben dem Fagott auch Hausfrau spielen muss, was ihn dann doch "oft an logistische Grenzen bringt". Er kann daher von Glück sagen, dass er einer der wenigen Menschen ist, die in der Ausübung ihres Berufes Erholung finden. Die Arbeit mit dem Stuttgarter Barockorchester unter Frieder Bernius gehört für ihn zu solchen Glücksmomenten fernab des Alltags. Ansonsten: ein bisschen Radfahren, Laufen und "ganz selten " Urlaub. "Das letzte Mal Spanien ist schließlich auch schon wieder zwei Jahre her."
Peter Reichelt

Die Rheinische Post unterstützt die Düsseldorfer Symphoniker mit der regelmäßigen Serie "Unsere Symphoniker". Darin werden alle Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker vorgestellt. Der Abdruck der Texte erfolgt mit freundlicher Genehmigung der RP. Die Autoren sind Regine Müller, Wolfram Goertz und Peter Reichelt.