
Im Herzen Niederbayerns wuchs Thomas Steimer zwischen Blaskapelle und Kirchenmusik auf. Beides unterlag seinem Vater, der ihm ersten Klavierunterricht gab. Später fuhr er für die Klavierstunden zu einer Nonne ins nahe gelegene Kloster Mallersdorf. Zudem musizierte er viel im Selbststudium und probierte alles aus, „wo man reinblasen“ konnte. Zu Schulzeiten spielte er mit Leidenschaft in einer Band Gitarre. Und weil Not am Mann war, auch mal Schlagzeug – und das nicht ohne Folgen: Mit 17 Jahren erhielt er seinen ersten Schlagzeugunterricht in Mallersdorf bei Arno Hasselsteiner, der ihn zu Dieter Witzke an die Berufsfachschule Musik in Straubing weiterempfahl. Es folgte ein dreijähriges Studium am Konservatorium in Nürnberg bei Roland Schmidt. Von da aus eroberte sich Thomas Steimer direkt eine Stelle bei den Nürnberger Symphonikern und vervollkommnete sein Können durch weiterführende Studien bei David Punto in Weimar. Bereits 1997 machte er einen einjährigen Abstecher an den Rhein und spielte bei den Düsseldorfer Symphonikern. Flussaufwärts ging es dann nach Bonn zum Beethoven-Orchester, wo er bis zum Sommer 2007 an den Kesselpauken saß. Seit dieser Spielzeit sitzt er nun als Solopauker fest im Sattel der Düsseldorfer Symphoniker. Dass er nicht nur den „Kesseln“ in Tonhalle und Opernhaus wunderbares entlocken kann, sondern auch denen auf dem heimischen Herd, liegt sehr nahe: Thomas Steimer schwingt privat leidenschaftlich gern den Kochlöffel, wobei es für ihn nur eine „wahre Küche“ gibt: die Italienische!