| Zur Person: | Martin Wiedenhoff |
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| Instrument: | Oboe | |
| Studium: | Essen bei Pierre W. Veit |
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| Stationen: | Seit 1981 Oboist mit Englischhorn bei den Düsseldorfer Symphonikern |
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Viele Wege führen zum Musikerberuf; meistens ist es eine Mischung aus Leidenschaft und Zufall. Bei Martin Wiedenhoff war es ganz anders. Der Vater, Kirchenmusiker in Essen, suchte für Sohnemann das Instrument Oboe aus, und der erste Lehrer entschied: "Du wirst Berufsmusiker". Und es passte einfach; Widerstand war nicht nötig.
Martin Wiedenhoff, 1957 geboren, wirkt alles andere als fremdbestimmt, eher wie einer, dem sich im Leben vieles glücklich fügte unspektakulär, aber gut. Gab es nie Zweifel an der verordneten Berufswahl? Nein, gehadert hat er nie damit; aber es gäbe Alternativen, die vorstellbar wären, Landwirt zum Beispiel. Und da es ja auch noch ein Leben jenseits des Orchestergrabens gibt, ist Wiedenhoff schon auch ein bisschen Landwirt, lebt im Grünen mit Hühnern und großem Garten, ist gerne draußen und pflegt nebenher noch einen gut bestückten Weinkeller.
Seiner handwerklichen Neigung kommt sein Hauptberuf ohnehin entgegen; schließlich muss ein Oboist immer Handwerker sein, denn die Rohre, jene schmalen Mundstücke, sind mühsame Handarbeit. Wiedenhoff ist, wen wundert's, Spezialist in Sachen Rohrbau geworden. So sehr sogar, dass er an der Essener Folkwanghochschule das Fach Rohrbau unterrichtet. Ansonsten lastet ihn der Dienst aus; er spielt lieber im Graben als auf dem Podium; nächstes Jahr kann er auf 25 Jahre bei den Symphonikern zurückblicken.
Eine wechselvolle Zeit. Trotz Einschränkungen des Repertoires und Kürzungen sieht Wiedenhoff darin noch immer einen Beruf, von dem viele nur träumen können. Also, Väter können auch mal recht haben.
Regine Müller
Die Rheinische Post unterstützt die Düsseldorfer Symphoniker mit der regelmäßigen Serie "Unsere Symphoniker". Darin werden alle Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker vorgestellt. Der Abdruck der Texte erfolgt mit freundlicher Genehmigung der RP. Die Autoren sind Regine Müller, Wolfram Goertz und Peter Reichelt.