| Zur Person: | Bert Flas | |
| Instrument: | Pauke | |
| Studium: | Köln, USA |
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| Stationen: | 1989-1991 Noordhollands Philharmonisch Orkest, 1991-1997 Aachen, seit 1997 Solopauker der Düsseldorfer Symphoniker |
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Mit dem Laufen lernen stand der Berufswunsch schon fest: Bert Flas wusste, dass es nur zwei Berufe für ihn geben würde, Schlagzeuger oder Müllmann. Der Vater war Akkordeonist und tingelte mit Kapelle durch die Lande, allerlei Instrumente standen im Flur und durften vom Sohnemann nicht angefasst werden. Ein unwiderstehlicher Reiz ging dadurch von Trommeln und Xylophonen aus.
Bald durfte der Sohn ran, und dann gab's kein Halten mehr, der Müllmann hatte als Traumberuf da längst ausgedient. Der gerade Weg schien vorgezeichnet, und doch gab es Kurskorrekturen. Das begabte Trommel-Kind wurde Schlagzeuger, landete aber bei der Pauke, für die er anfangs kein Talent zeigte. Etwas anderes als die übrigen Schlagwerkinstrumente sei die Pauke, sagt Flas, sowohl in Technik als auch in der Rolle, die sie im Orchester spiele. Das Schlagwerk allgemein sei eine eigenständige Insel im Orchester, während die Pauke mitten ins Orchester gehöre, zur Bassgruppe. Für die Anforderungen des Instruments sei er gar nicht begabt gewesen, er habe sich das hart erarbeiten müssen.
Der heitere Herr Flas hat indes fast alles gemacht, was als Schlagzeuger geht: Orchestermusik, eigene Band "Mirage", Auftritte mit Freddy Breck und Costa Cordalis, Punk Rock, New Wave, Hard Rock, eigene Arrangements. Er liebt das Konzert wegen der ausgiebigen Proben und des Gesehen-Werdens auf dem Podium mehr als den Operndienst. Neben der Musik gibt es, wie er zwinkert, einfach nur das Leben, das gelebt und genossen sein will, keine aufwändigen Hobbys, keine anstrengenden Ambitionen. So einfach kann das sein, wenn ein Glückskind sich den Kindertraum erfüllt.
Regine Müller
Die Rheinische Post unterstützt die Düsseldorfer Symphoniker mit der regelmäßigen Serie "Unsere Symphoniker". Darin werden alle Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker vorgestellt. Der Abdruck der Texte erfolgt mit freundlicher Genehmigung der RP. Die Autoren sind Regine Müller, Wolfram Goertz und Peter Reichelt.