1. Violine

Violine Der Begriff Violine, im deutschen Sprachraum auch als Geige bekannt, bedeutet "kleine Viola" und bezeichnet ein aus verschiedenen Hölzern gefertigtes Saiteninstrument. Ihre vier Saiten werden mit einem Bogen gestrichen (Streichinstrument).

Im Orchester gibt es seit der Barockzeit zwei verschiedene Violinstimmen, die mehrfach besetzt sind: In einer groß besetzten romantischen Sinfonie spielen im Allgemeinen 16 Erste und 14 Zweite Geigen, gelegentlich auch mehr. Beide Gruppen werden dabei üblicherweise von einem oder mehreren Stimmführern am vorderen Pult geleitet. Ganz vorne in der ersten Geigengruppe sitzt der Konzertmeister, der manchmal Soli zu spielen hat und eine besondere Verantwortung für das ganze Orchester trägt.

Einer beliebten Anekdote nach wollte der russische Komponist Dmitrij Schostakovitsch seinem Freund und Violin-Interpreten David Oistrach ein Violinkonzert anlässlich seines 60. Geburtstages widmen. Versehentlich überreichte der Komponist das Konzert allerdings ein Jahr zu früh und fühlte sich 1968 verpflichtet, Oistrach ein weiteres Werk zu widmen. So entstand die Violinsonate Op. 134. Das anspruchsvolle Kammermusikwerk aus Schostakovitschs Spätwerk verlangt von den Musikern nicht nur eine technische Brillanz auch jenseits der herkömmlichen Spielweisen, sondern auch eine enorme Bandbreite emotionaler Ausdrucksmöglichkeiten.