| Das älteste Musikinstrument der Menschheit ist eine Flöte. Ein Eiszeitjäger - oder eine Eiszeitjägerin? - schnitzte sie aus einem Schwanenknochen. 35 000 Jahre später wird diese Flöte im Geißenklösterle, einer Höhle bei Blaubeuren auf der Schwäbischen Alb gefunden. | |
Eine Abbildung in Handschrift aus dem 11. Jh., heute aufbewahrt in der Nationalbibliothek Paris, zeigt die wohl älteste Abbildung einer lotrecht gespielten Flöte. Sie erhielt den Namen Flûte dolce, was soviel wie süße Flöte bedeutet. Die Verwirrung bezüglich der Bezeichnung der Flöte ist auch heute noch recht groß. War doch in der Barockzeit mit Flöte oder flaute ausdrücklich die Blockflöte und nicht die Querflöte gemeint. |
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| Die Querflöte ist ein Holzblasinstrument mit Anblaskante, das aus der mittelalterlichen Querpfeife beziehungsweise Schwegelpfeife hervorgegangen ist. Gegen Ende des Barock verdrängte sie die Blockflöte und wurde ein bedeutendes Solo- und Orchesterinstrument. Auch in der Rockmusik und im Jazz wird die Querflöte eingesetzt. Sie besteht aus Kopfstück, Mittelstück und Fußstück. | |
| Querflöten wurden bis zur bahnbrechenden Neukonstruktion durch den Münchner Flötenbauer und Flötisten Theobald Böhm 1832 und teilweise auch noch lange danach aus Holz hergestellt. Die erste Goldflöte erschien 1869, gebaut von Louis Lot | |
| Nach dem Böhm-System teilt man heute verschiedene Größen moderner Flöten ein. Diese reichen von der Piccoloflöte in C, über die in C gestimmte große Flöte, die barocke Flauto d'amore in A und die Altflöte in G, bis hin zur Bass-, Kontrabass- und Subkontrabassflöte (zwei Oktaven unter der Altflöte). | |