Weltklassik


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SCHUMANN-GAST


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Harfe

Die Harfe ist eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit und kann bereits um etwa 3000 v. Chr. in Mesopotamien und Ägypten nachgewiesen werden. Sie ist unter dem Namen Kantele das Instrument des finnischen Schöpfergottes Väinämoinen und des hebräischen Königs David, der mit ihr die bösen Geister seines Vorgängers Saul austreibt. Auch in verschiedenen nordischen Sagen taucht sie auf, so in der Wälsungen-Sage oder dem Beowulf.

Die Harfe ist weltweit sehr verbreitet. Im nördlichen Europa (im Gegensatz zum Mittelmeerraum) erscheinen die ersten Abbildungen von Harfen in Irland um etwa 800 n. Chr.

Die Konzertharfe als größte Vertreterin ihrer Art ist mit etwa 180 cm Höhe und bis zu 40 kg Gewicht eines der größten und schwersten Orchesterinstrumente. Die Harfensäule bildet quasi das Rückgrat des Instrumentes. Oben befindet sich der Kopf, der kunstvoll verziert sein kann, unten befindet sich der Fuß. Vom Kopf aus führt der Hals zum Knie, welches die Verbindung zum schräg nach unten verlaufenden Korpus, dem Resonanzkasten, der wiederum im Fuß endet, darstellt. Bei den einfachsten Harfen ist jede Saite für nur einen Ton zuständig. Bei der Hakenharfe kann man jede Saite mittels eines Hakens, manchmal auch Halbtonklappe genannt, je nach Bedarf um eben einen Halbton höherstimmen. Bei der Einfachpedalharfe kann man durch das Betätigen eines Pedales alle gleichnamigen Töne des Instrumentes um einen Halbton erhöhen, bei der Doppelpedalharfe um einen weiteren Halbton. Die Bezeichnung "Konzertharfe" meint immer eine Doppelpedalharfe (Grundstimmung Ces-Dur), mit der in allen Tonarten gespielt werden kann; die im alpenländischen Raum gebräuchliche Bezeichnung "Volksharfe" meint eine Einfachpedalharfe (Grundstimmung Es-Dur), mit der in Tonarten bis zu drei b und vier #, einschließlich C-Dur gespielt werden kann.