| Heute ist das Horn ein Blechblasinstrument mit einem kegelartig auslaufenden Rohrende, das im Orchester seit dem 18. Jahrhundert einen festen Platz hat. Es ist aus einer Röhre oder zwei ineinander verwundenen Röhren aufgebaut, die kreisrund gebogen sind. Ausführungen gibt es als F-, B- oder seltener Es-Horn. Besteht ein Horn aus zwei Röhren, so spricht man vom Doppelhorn. In Wien besteht noch die alte Tradition des einfachen F-Horns (Wiener Horn). Grob gesehen ist die Anzahl der Hörner im Orchester auch im Laufe der Zeit angestiegen: in der Klassik normalerweise zwei (Beethoven verwendete in seiner letzten Sinfonie auch vier), in der Romantik drei bis vier. Die Verwendung von dreien ist nicht so häufig, z. B. im Cellokonzert von Antonin Dvorak. In der Spätromantik brachten deren Vertreter, z. B. A. Bruckner, R. Wagner, G. Mahler und R. Strauss bis zu zwölf Hörner unter. |
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