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Das Violoncello (auch Cello; ital. kleine Violine) ist ein aus verschiedenen Holzarten gefertigtes Streichinstrument. |
Das Instrument wird vom Violoncellisten mit einem Bogen gestrichen. Im Gegensatz zur Violine und Viola wird es aufrecht zwischen den Beinen gehalten und ruht mit einem ausziehbaren Stachel aus Metall oder neuerdings Carbonfaser auf dem Boden.
Der Schriftsteller und Musikkritiker E.T.A. Hoffmann (1776-1822) äußerte sich 1812 in seiner Rezension der Coriolan-Ouvertüre von Beethoven über die neue Rolle der Violoncelli im Orchester:
Seit einigen Jahren ist das Violoncello ein für das Orchester neuerworbenes Instrument: denn sonst dachte man nicht daran, es durchaus obligat, außer dem Grundbaß zu behandeln. Auch in dieser Ouverture geht es selten "col Basso", sondern hat seine eigenen, zum Teil nicht leicht auszuführenden Figuren. [Der Rezensent] gesteht zu, daß diese Art, das Violoncello zu behandeln, ein offenbarer Gewinn für das Orchester ist, da manche Tenorfigur, von den gewöhnlich schwach besetzten und überhaupt dumpfklingenden Violen vorgetragen, nicht genug heraustritt, der durchdringende originelle Ton des Violoncellos dagegen von eingreifender Wirkung ist; in dem vollen Tutti würde er sich aber nicht entschließen können, den Kontrabässen die Unterstützung der Violoncelle zu rauben, da diese erst durch die höhere Oktave den Ton der Kontrabässe deutlich und scharf bestimmen.
Seit Beethoven wurde das Violoncello neben seinen harmoniefüllenden Funktionen oft als Melodieinstrument in der Tenorlage verwendet. Eines der ersten Beispiele dafür ist das zweite Thema im 1. Satz von Schuberts Unvollendeter.