
Sechs Kompositionen aus sechs Landesteilen Nordrhein-Westfalens gehen im Juni auf Tour durch
Dortmund – Bielefeld – Aachen – Münster – Köln – Essen – Düsseldorf.
Viele Werke neuer Musik ereilt das Schicksal, nach ihrer Uraufführung in der Versenkung zu verschwinden. Selbst dann, wenn Musik-Ensembles die Stücke namhafter zeitgenössischer Komponisten erarbeiten, ist es oft unmöglich, ein Programm mehr als einmal aufzuführen. Da drängt sich bisweilen der Gedanke auf: „Nichts altert schneller als neue Musik“.
Im Jahr 2008 gründete sich in Düsseldorf der „Arbeitskreis Neue Musik“ als informeller Zusammenschluss nordrhein-westfälischer Orts-Vereinigungen für Neue Musik. Und selbst Kenner der freien Szene waren von der Vielzahl derartiger Initiativen überrascht. Schon während der ersten Begegnung ergab sich die Idee, die entstandenen Kontakte dazu zu nutzen, Konzertprogramme in verschiedenen Städten zu wiederholen.
Angeregt durch den „Landesmusikrat NRW“ und organisiert durch die „Kölner Gesellschaft für Neue Musik (KGNM)“ fanden sich acht Vereinigungen zusammen, um das ensemble:hörsinn aus Münster auf eine Tournee durch sieben Städte in NRW zu schicken. Neben einem Repertoire-Stück des Ensembles stehen auf dem Programm fünf Uraufführungen von einer Komponistin und vier Komponisten, die mit ihrer Arbeit jeweils einer der Gesellschaften verbunden sind.
Alle Werke sind Auftragskompositionen für die Ensemble-Besetzung Flöte, Klarinette, Trompete, Tuba, Schlagwerk und Klavier. Damit steht der Begriff STATIONEN nicht nur für die Aufführungsorte sondern auch für die gegenwärtige künstlerische Position der beteiligten Komponisten; ein abwechslungsreiches Programm also, für das in einem begleitenden Schulprojekt auch um ein junges Publikum geworben wird.
Mit STATIONEN haben die Konzertbesucher die einmalige Möglichkeit, einen facettenreichen Eindruck von der aktuellen Kompositionsarbeit im Land NRW zu gewinnen.
Uraufführungen von
Johannes Marks - Willem Schulz - Christina C. Messner - Gordon Kampe - Erik Janson
und ein Repertoire-Stück des Ensembles von Pèter Koeszeghi
Samstag, 23. Juni 2012, 18.00 Uhr
ENSEMBLE:HÖRSINN
Pavel Tseliapniou, Flöten
Vanessa Hövelmann, Klarinetten
Nobert Fabritius, Trompeten
Jan Termath, Tuba
Deborah Rawlings, piano
"Fenster-Konzert" der Vereine für zeitgenössische Musik in NRW
In Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat NRW und der Kölner Gesellschaft für Neue Musik
Erik Janson
Secret of the nymphs - mobility
Johannes Marks
Klangszene II
Christina C. Messner
idyllen 8 kleine stationen für Ensemble
Willem Schulz
Haus für Tuba. Ein inszeniertes und interaktives Konzert für Tuba und Ensemble
Gordon Kampe
Butter und Fische
Pèter Koeszeghy
Height
Helmut-Hentrich-Saal
EUR 15,-
Schüler EUR 5 / Studenten EUR 10