Schumannfest

Festival rund um Clara und Robert Schumann

Julian Prégardien

  • Julian Prégardien

    Mendelssohn-Saal

    Hinweis:
    Schüler EUR 7 / Studenten 50%

  • "Winterreise" a la Clara Schumann

    Julian Prégardien
    Tenor
    Michael Gees
    Klavier
    Franz Schubert
    Winterreise / Liederzyklus nach Gedichten von Wilhelm Müller D 911
  • Julian Prégardien und Michael Gees begeben sich für ihre gemeinsame Winterreise auf eine Zeitreise: Ihre Gestaltungsidee orientiert sich am Vorbild historischer Programmzettel aus den 1860er Jahren, der Zeit der ersten "Liederabende" überhaupt. Warum haben Clara Schumann und Julius Stockhausen gegen das heute so heilig gehaltene Ideal der Werktreue verstoßen? Musste beim Vortrag unerhört neuer und verstörender Musik (Schuberts Freundeskreis gefiel auf Anhieb nur der "Lindenbaum") zuweilen innegehalten werden um aufgewühlten Gemütern Gelegenheit zu geben, gleichsam nachzureifen und mitzuwachsen? Was bedeutet das für uns, was können wir für heutige Aufführungen der Winterreise von den historischen Vorbildern lernen? Unsere historisch informierte Darbietungsweise entspricht einem durchaus auch postmodernen Bedürfnis: die Winterreise, das große Gedicht vom Menschsein und -werden gelten zu lassen, ihm den Raum zu geben, im Denken und Empfinden zu wirken. Der "Erfinder des Liederabends" Julius Stockhausen und seine Klavierpartnerin Clara Schumann haben die "Dichterliebe" mit Sätzen aus den Kreisleriana-Fantasien interpoliert, die "Müllerin" mit Chopins Ballade in g Moll, und die Winterreise mit "alten Meistern" und "Liedern ohne Worte". Wir haben, ihrem Beispiel folgend, die Winterreise in einen sinnvertiefenden Kontext geeigneter Kompositionen und Improvisationen gestellt und Räume gewährt, in denen aus Zuhörern Winterreisende werden können bzw. dürfen. Franz Schubert und Wilhelm Müller wollten ihr Werk gewiss nicht unter Denkmalschutz gestellt wissen, sondern dass es lebt und wirkt...

    Vst.: Tonhalle Düsseldorf

DIE VERANSTALTUNGEN DIESER REIHE