Die Klimaanlage der Tonhalle

Die Klimaanlage für den Mendelssohn-Saal der Tonhalle leistet im Veranstaltungsbetrieb einen Luftaustausch von 75.000 m³ pro Stunde. Damit erfüllt sie selbst bei vollbesetztem Saal mehr als das doppelte nach DIN 1946 Teil 2 geforderte Volumen von 20 m³ pro Stunde und pro Person. Zusätzlich erreicht unsere Klimaanlage einen vier- bis sechsfachen Luftwechsel pro Stunde im Großen Saal.

Durch Verwendung eines Filtersystems mit zwei Filterstufen kann nahezu ausgeschlossen werden, dass durch die Außenluft Viren oder Bakterien bei voll ausgelastetem Saal eingebracht werden. Dazu kommt das Ansaugen der Frischluft aus einem Bereich 2,5 Meter oberhalb der Dachterrasse, in dem keine Konzentration zu erwarten ist.

Die Belüftung des Saals erfolgt nach dem Prinzip der Quelllüftung. Die Frischluft wird bodennah durch die Stuhlbeine eingebracht und direkt nach oben abgesaugt. Dieses Prinzip sorgt unter anderem dafür, dass in Bereichen, in denen sich Personen aufhalten, immer Frischluft vorhanden ist.

Die Luftfeuchtigkeit variiert je nach Wetterlage und anwesenden Personen zwischen 40 % und 60 %. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen werden die meisten saisonalen respiratorischen Viren in diesem Feuchtebereich inaktiv. Aktuell wird davon ausgegangen, dass bei dieser Luftfeuchtigkeit auch das Coronavirus die geringste Aktivität zeigt.