Überwältigende Resonanz auf Virtual-Orchestra-Projekt

Überwältigende Resonanz auf Virtual-Orchestra-Projekt

Musikvideo-Premiere am 1. Mai 2020

Marita Ingenhoven
+49 (211) 91387553
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Am 1. Mai 2020 ist es soweit: Das erste Virtuelle Orchester Düsseldorfs tritt auf. Die Premiere des Projekts „Gemeinsam allein sein klingt schöner“ ist am Freitag ab 14 Uhr auf tonhalle.de zu sehen.

Fast 250 Menschen aus Düsseldorf und der Umgebung sind dem Aufruf der Tonhalle gefolgt, zusammen mit den Düsseldorfer Symphonikern zu musizieren – aufgrund der besonderen aktuellen Situation nicht im Konzertsaal, sondern im virtuellen Raum. Der Komponist Matthias Flake hatte dazu das bekannte Lied „En Düsseldorf am Rhing“ für Orchester und Chor neu arrangiert. Noten, Play-Alongs und Tutorial-Videos der Düsseldorfer Symphoniker wurden zum kostenlosen Download bereitgestellt. Zudem bestand die Möglichkeit, an einer von zehn Live-Übe-Sessions mit Musikerinnen und Musikern der Düsseldorfer Symphoniker teilzunehmen, die per Videokonferenz abgehalten wurden. In einer Zeit, die durch Social Distancing geprägt ist, hat die Aktion der Tonhalle dazu geführt, die Menschen der Stadt durch die Musik zu verbinden.

Zahlreiche Hobbymusiker und Profis, große und kleine Sängerinnen und Sänger haben die vergangenen drei Wochen dazu genutzt, ihre Instrumental- und Vokalstimmen zu Hause in den eigenen vier Wänden einzuspielen und einzusingen. Sie filmten sich mit dem Handy oder Tablet und schickten das Ergebnis an die Tonhalle. Auch 40 Musikerinnen und Musiker der Düsseldorfer Symphoniker beteiligten sich mit eigenen Videos. Der Filmemacher Raphael Hustedt fügte anschließend alle 250 Einsendungen zu einem großen Virtual-Orchestra-Musikvideo zusammen, das am 1. Mai im Internet Premiere feiert.

Das Team der Tonhalle ist überwältigt von der Resonanz auf das Projekt. Erfreulicherweise nutzten viele Menschen die Aktion, um ein lange nicht mehr gespieltes Instrument aus dem Koffer zu holen und zu „entstauben“. Das Spektrum der Teilnehmer reicht durch alle Generationen. Konzertpädagogin Katharina Höhne: „Die jüngsten Spielenden waren im Grundschulalter, die ältesten um die 70 Jahre. Manche waren blutige Anfänger, manche alte Hasen, es war auch der eine oder andere Profi dabei. Zum Teil haben sogar komplette Familien mitgemacht – Vater, Mutter und drei Kinder.“ Beteiligt haben sich auch viele Menschen, die der Tonhalle schon länger verbunden sind und im U-16-Orchester, Jugendsinfonieorchester oder Publikumsorchester gespielt haben oder heute spielen.

Für alle erforderlichen Instrumente hat die Tonhalle Einsendungen erhalten. Die meisten Musikvideos kamen für Geige, Cello, Flöte und Trompete. Für Tuba wurde hingegen nur ein einziges Video eingereicht. Viele wurden aus Ermangelung von Instrumenten auch kreativ und nutzen beispielsweise Putzeimer oder einen Kochtopf anstelle eines Schlagzeugs. Andere spielten die Stimmen auf Instrumenten wie Akkordeon, Panflöte oder Klavier ein, die für das Orchester ursprünglich gar nicht vorgesehen waren.

Das fertige Musikvideo von „En Düsseldorf am Rhing“ kann man ab 1. Mai 2020, 14 Uhr über diesen Link und auf der Homepage der Tonhalle ansehen. Auf tonhalle.de finden sich auch zahlreiche weitere digitale Angebote, etwa virtuelle Führungen durch das Konzerthaus mit Intendant Michael Becker, ein täglicher Podcast mit Adam Fischer, Konzertmitschnitte oder musikalische Grüße aus dem Homeoffice.