Bach Collegium Japan: h-Moll-Messe

Bach Collegium Japan: h-Moll-Messe

Marita Ingenhoven
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Marita Ingenhoven

Es kommt nicht gerade häufig vor, dass in der Tonhalle eines der großen oratorischen Werke des Barock zu hören ist. Die vom Freundeskreis geförderte Sternstunde macht es nun möglich – und wie: Mit Masaaki Suzuki kommt am 4. November einer der versiertesten Kenner und erfahrensten Interpreten diese Repertoires zu uns, um zusammen mit seinem Bach Collegium Japan und fünf Weltklasse-Solisten Bachs h-Moll-Messe zu musizieren. Im März 2020 war Suzuki mit dem Bach Collegium Japan schon einmal nach Düsseldorf gereist, um in der Tonhalle die Johannespassion aufzuführen – leider wurde dies dann das erste Konzert, das in unserem Haus dem Corona-Lockdown zum Opfer fiel. Umso mehr freuen wir uns nun über Suzukis erneuten Besuch.

Der Komponist Carl Friedrich Zelter nannte Bachs h-Moll-Messe das »größte Kunstwerk, das die Welt je gesehen hat«. Es gehört zu den Werken, deren Größe und Tiefe immer wieder sprachlos machen. Masaaki Suzuki gilt weltweit als führende Autorität des Bach’schen Werks und braucht den Vergleich mit legendären Bach-Exegeten wie Nikolaus Harnoncourt oder Philippe Herreweghe nicht zu scheuen. Suzuki hat mit dem 1990 von ihm gegründeten Bach Collegium Japan alle Kantaten, die großen Oratorien und etliche Instrumentalwerke des Thomaskantors aufgenommen und ist ein Meister der historischen Aufführungspraxis. Einspielungen des Ensembles wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Gramophone Award, dem ECHO Klassik, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Diapason d‘Or und dem BBC Music Magazine Award.

Masaaki Suzuki verbindet seine Karriere als Dirigent mit seiner Arbeit als Organist und Cembalist. Er wurde in Kobe geboren und schloss sein Studium an der Tokyo University of Fine Arts and Music mit einem Diplom in Komposition und Orgelspiel ab. Anschließend studierte er Cembalo und Orgel am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam bei Ton Koopman und Piet Kee. Er war Gründer und Professor der Abteilung für Alte Musik an der Tokyo University of the Arts und gehörte von 2009 bis 2013 dem Lehrkörper für Chorleitung an der Yale School of Music und dem Yale Institute of Sacred Music an, wo er weiterhin als erster Gastdirigent der Yale Schola Cantorum tätig ist. Er arbeitet regelmäßig mit der Juilliard Historical Performance zusammen. Suzuki wurde u. a. mit der Leipziger Bach-Medaille und dem Bach-Preis der Royal Academy of Music ausgezeichnet.

Tickets: 19 bis 59 Euro, 50 % Ermäßigung für Auszubildende und Studierende, Schülerinnen und Schüler 7 Euro   

Bach Collegium Japan
Chor des Bach Collegium Japan
Aki MatsuiSopran I
Joanne LunnSopran II
Alex ChanceCountertenor
James GilchristTenor
Christian ImmlerBass
Masaaki SuzukiDirigent
Johann Sebastian Bach
Messe h-Moll BWV 232
Fr
4.11.22
20:00
Mendelssohn-Saal
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