Menschenrechtskonzert

Menschenrechtskonzert

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Adam Fischer war nie ein Künstler im Elfenbeinturm. Politisches Engagement und der Einsatz für Menschenrechte sind ein wesentlicher Bestandteil seines Lebens. Der Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker nutzt seine Erfolge als einer der wichtigsten Dirigenten unserer Zeit und die daraus resultierende internationale Öffentlichkeit regelmäßig für wichtige Botschaften zu Humanität und Demokratie. Der gebürtige Ungar erhielt für dieses Engagement u. a. den renommierten Wolf-Prize der gleichnamigen Stiftung in Jerusalem und die Gold Medal in the Arts vom John F. Kennedy Center for the Performing Arts, Washington. Seit mehr als 20 Jahren ist er Mitglied des Helsinki Committee for Human Rights. Bei seinem Amtsantritt in Düsseldorf hat er den Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf etabliert. Seit 2016 verleiht Fischer die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung jedes Jahr an eine Person oder Organisation, die sich im besonderen Maße für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einsetzt. Die feierliche Preisübergabe im Rahmen des Menschenrechtskonzerts ist stets ein Höhepunkt des Konzertjahres, auf dem Programm steht diesmal die 2. Symphonie von Brahms. 

Der Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf 2026 geht an die sudanesische Frauenrechtlerin Salwa Elsadik. Die Wissenschaftlerin ist Gründerin und Direktorin der von Frauen geführten Women Advocacy and Development Iniative (WADI), die im Sudan humanitäre Hilfe leistet. Das nordostafrikanische Land leidet seit Jahren unter einem verheerenden Bürgerkrieg, viele Millionen Menschen sind auf der Flucht und von Hunger bedroht. WADI setzt sich an vorderster Front für Krisenhilfe, Friedensförderung und den Schutz insbesondere von Frauen und Mädchen ein. Nach dem Zusammenbruch staatlicher Institutionen und angesichts schwindender internationaler Entwicklungshilfe tragen Initiativen wie WADI heute maßgeblich die Verantwortung für humanitäre Versorgung, darunter Zugang zu Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und Notunterkünften. 

Ein erstmals vergebener undotierter Solidaritätspreis geht an Jacques Tilly. Der Bildhauer gestaltet seit den 1980er-Jahren die politisch-satirischen Mottowagen des Düsseldorfer Rosenmontagszugs, die regelmäßig international für Aufmerksamkeit sorgen. Gegen Tilly wurde in Russland ein Strafverfahren eröffnet, in dem ihm vorgeworfen wird, »Falschinformationen über die russische Armee« verbreitet sowie russische Staatsorgane verunglimpft zu haben. Nach russischem Recht drohen dafür eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. 

Menschenrechtskonzert 
Sonntag, 29. März 2026, 11:00 Uhr 
Tickets: 19 – 69 Euro, Studierende und Schüler*innen 50 % Rabatt in den Preisgruppen 1 – 3, Studierende 8 Euro in Preisgruppe 4 und 5, Schüler*innen 10 Euro in Preisgruppe 4 und 5 

Düsseldorfer Symphoniker
Adam FischerDirigent
Johannes Brahms
Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73
So
29.3.26
11:00
Mendelssohn-Saal
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