
Frauen als Widmungsträgerinnen, unfreiwillige Namensgeberinnen oder gar Schülerinnen, die gegen den Strom schwimmen? Wenn Florian Schroeder auf die Musikgeschichte blickt, reibt er sich die Hände. Bekannt für seine pointierte Aufklärung, nutzt er die Anekdoten hinter den Meisterwerken als gezuckerte Einstiegsluke ins Ungemach der Geschlechterrollen.
Warum heißt Beethovens »Kreutzer«-Sonate so? Spoiler: eine Wiener Schönheit war im Spiel. Was hat Gustav Holst seiner Mädchenschule zu verdanken? Spoiler: ein schalldichtes Zimmer und mutige Schülerinnen. Während die jungen, energiegeladenen LGT Young Soloists unter der Leitung von Alexander Gilman Musik von Beethoven, Holsts, Hindemith, Bottesini und Sollima zum Klingen bringen, bohrt Schroeder gewohnt scharfsinnig Löcher in die Vierte Wand und stellt Fragen, die vielleicht pointierter sind als Kant es je war.
Erleben Sie die perfekte Symbiose aus Presto und Prusten: Ihr Gefühlsapparat wird dank der Musik geschickt durch Wogen der Rührung und dank Schroeders Analyse durch Stürme der Heiterkeit navigiert. Ein Comedykonzert, das beweist, dass Aufklärung und gute Laune sich nicht ausschließen!
Schroeder geht ins Konzert
Sonntag, 8. März 2026, 16:30 Uhr
Tickets: 19 – 55 Euro, Studierende und Schüler*innen 50 % Rabatt in den Preisgruppen 1 – 3, 8 Euro in den Preisgruppen 4 und 5