
Inspiriert vom ungarisch-rhapsodischen Stil und der Roma-Musik entfaltet sich in diesem Palais ein sehnsüchtiger (Volks)Ton: Der zweite Satz aus Haydns Streichquartett überrascht mit einer damals noch ungewöhnlichen Rhapsodik »alla zingarese«. Die Weite der Pannonischen Tiefebene hat Aleksandra Vrebalov zu einem ebenso rhapsodischen Werk angeregt, in dem sie traditionelle Elemente osteuropäischer Volksmusik mit expressiven, zeitgenössischen Passagen verbindet. Und Brahms ist ohnehin berühmt für seinen innig-ungarischen Tonfall.
Die Konzertreihe »Das Symphonische Palais« erklingt im Palais Wittgenstein bereits seit einem Vierteljahrhundert. Musikerinnen und Musiker der Düsseldorfer Symphoniker entfliehen dem Orchesteralltag, spielen in kleinen Ensembles in gemütlichen Sonntagsmatineen und nutzen die Konzerte wie kreative Spielwiesen, indem sie bekannte Kammermusikstücke auch mal mit selten gespielten Raritäten verweben. Für dieses Konzert haben sich Konzertmeisterin Franziska Früh, Geigerin Teira Yamashita, Bratschist Ralf Buchkremer, Cellist Nikolaus Trieb und Klarinettistin Nicole Schrumpf zu einem Ensemble zusammengefunden.
Das Symphonische Palais V
Sonntag, 12. April 2026, 11:00 Uhr
Palais Wittgenstein, Bilker Straße 7 – 9
Tickets: 12 Euro, ermäßigt 6 Euro, Reservierung beim Heinrich-Heine-Institut telefonisch unter 0211. 899 55 71 oder per Mail an anmeldungen-hhi@duesseldorf.de, Tageskasse am Konzerttag vor Ort