
Italien – ewiges Sehnsuchtsland von Goethes Zitronen bis zur 90er-Jahre-SPD? Oder hat das Dolce Vita doch einen leichten Braunschleier angesetzt? Der Proto-Allgäuer Maxi Schafroth fühlt dem Mythos mit seiner unnachahmlichen bajuwarischen Bodenständigkeit auf den Zahn. Würde er seinen Allgäuer Bauernhof wirklich gegen toskanische Biozwiebeln tauschen?
Während die exzellenten Chaarts Chamber Artists und der Geiger Jonian Ilias Kadesha musikalische Italien-Sehnsüchte von Vivaldi bis Strawinsky (der sich neben Vivaldi begraben ließ) heraufbeschwören und Hugo Wolfs rettende »Italienische Serenade« erklingt, bohrt Schafroth genüsslich Löcher in die Vierte Wand. Bekannt dafür, Schmerzgrenzen wahrzunehmen und mit Grundgüte zu überschreiten, nimmt er Klischees aufs Korn und hinterfragt die Sehnsucht nach dem Süden. Erleben Sie einen Abend zwischen Presto und Prusten, bei dem am Ende garantiert die gute Laune überwiegt – auch wenn Italien vielleicht nicht mehr ganz das ist, was es mal war ...
Maximilian Schafroth, geboren 1985 im Allgäu, ist Schauspieler, Kabarettist, Musiker und Moderator. Er ist Teammitglied der Satire-Sendung »extra3« und hielt fünf Jahre in Folge am Münchner Nockherberg die Fastenpredigt, eine satirische Bußpredigt unter Anwesenheit der Politprominenz, die laut Schafroth vor ihm saß »wie ein eingedampftes bayrisches Bratensößlein«. Als Schauspieler war Maxi Schafroth u. a. als Assistent im Münchner »Tatort« zu sehen. In der Neuauflage der Serie »Pumuckl« übernahm er 2023 die Rolle des rothaarigen Kobolds. Die Musik hat ihn immer begleitet, und so springt er in »Faszination Bayern« durch alle Genres – vom rauen Allgäuer Blues bis zum glockenreinen Sopran.
Schafroth geht ins Konzert
Sonntag, 26. April 2026, 16:30 Uhr
Tickets: 19 – 55 Euro, Studierende und Schüler*innen 50 % Rabatt in den Preisgruppen 1 – 3, 8 Euro in den Preisgruppen 4 und 5