
Es war eine Pandemie, die unsere programmatische Symphonik-Mathematik durcheinanderbrachte: In dieser Reihe begegnen sich immer zwei Symphonien von Beethoven und Schubert, und deren Nummer ergeben addiert jeweils 10: Die Neunte des einen trifft auf die Erste des anderen, die Achte auf die Zweite, die Siebte auf die Dritte und so weiter. An Beethovens gewaltige Dritte, die »Eroica«, sollte daher eigentlich Schuberts sagenumwobene – und leider nicht wirklich existierende – Siebte gekoppelt sein. Stattdessen erklingt in diesem Sternzeichen nun erneut seine elegante und charmante Symphonie Nr. 5 – diesmal aber mit vollem Orchesterklang für alle. Zuerst erklingt jedoch Alban Bergs »Lyrische Suite« aus dem Tonhallen-Jubiläumsjahr 1926, das erschütternd schöne Zeugnis einer leidenschaftlichen Liebesaffäre. Und zum Schluss dann Beethovens »Eroica«, mit der der Komponist die flatternde Fahne der Französischen Revolution herzensfest schwenkt.
Es dirigiert Adam Fischer, der seit Beginn der Saison 2015/16 Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker. 1949 in Budapest geboren, studierte Adam Fischer Komposition und Dirigieren in Budapest und Wien. Nach Stationen als Erster Kapellmeister in Helsinki, Karlsruhe und an der Staatsoper in München war er Generalmusikdirektor in Freiburg, Kassel und Mannheim sowie Künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper in Budapest. Seit 1998 leitet er das Dänische Nationale Kammerorchester Kopenhagen. Regelmäßige Auftritte führen Fischer an die größten Opernhäuser in Europa und den USA, darunter die Wiener Staatsoper, Mailänder Scala, Bayerische Staatsoper, Covent Garden, Metropolitan Opera und die Bayreuther Festspiele. Als Konzertdirigent arbeitet er u. a. mit den Wiener Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, dem London Philharmonic, dem Chicago Symphony und dem NHK Symphony Tokio. Seine Schallplatten- und CD-Aufnahmen wurden vielfach ausgezeichnet. Auch zwei seiner Aufnahmen mit den Düsseldorfer Symphonikern wurden preisgekrönt: 2019 wurde die Einspielung von Mahlers 1. Symphonie mit dem »BBC Music Magazine Award« ausgezeichnet, die Aufnahme von Mahlers Dritter erhielt einen »opus Klassik«. 2017 wurde Adam Fischer zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt. 2018 erhielt er den israelischen Wolf-Preis in der Kategorie Musik, eine Auszeichnung, die an herausragende Persönlichkeiten für ihr humanitäres Engagement verliehen wird. 2021 wurde er mit dem Joseph Haydn-Preis des Haydn Konservatoriums in Eisenstadt ausgezeichnet. 2022 erhielt er den »International Classical Music Award« für sein Lebenswerk.
Sternzeichen: Beethoven 3
Freitag, 17. April 2026, 20:00 Uhr
Sonntag, 19. April 2026, 11:00 Uhr
Montag, 20. April 2026, 20:00 Uhr
Mendelssohn-Saal
Tickets: 19 – 69 Euro, Studierende und Schüler*innen 50 % Rabatt in den Preisgruppen 1 – 3, Studierende 8 Euro in Preisgruppe 4 und 5, Schüler*innen 10 Euro in Preisgruppe 4 und 5