
Das Schumannfest 2026 eröffnet ein ganz besonderer Liederabend, den Christoph Prégardien und sein Sohn Julian Prégardien gemeinsam gestalten. Alleine und im Duett präsentieren sie sämtliche Heine-Vertonungen Robert und Clara Schumanns – mit Ausnahme der »Dichterliebe«, die die beiden Liedersöhne hier bereits zum Besten gegeben haben. Ihr Klavierpartner ist dabei Michael Gees, mit dem Christoph Prégardien schon musiziert, seit sein mittlerweile 41-jähriger Sohn Julian das Licht der Welt erblickte.
Weil den drei Künstlern Schuberts Liederwelten besonders am Herzen liegen, singen sie in der zweiten Hälfte des Konzertes eine Auswahl ihrer allerliebsten, teilweise zweistimmig bearbeiteten Lieder zum Thema HEIMATEN. Wünsche und persönliche Anekdoten zu besonderen Schubert-Erlebnissen sind ausdrücklich willkommen – senden Sie uns diese gern unter dem Betreff »HEIMATEN« an schumannfest@tonhalle.de.
Seine klare und präzise Stimmführung sowie seine intelligente Diktion, gepaart mit der Fähigkeit, sich in den psychologischen Kern einer Rolle zu begeben, machen Christoph Prégardien zu einem der bedeutendsten lyrischen Tenöre unserer Zeit. Ganz besonders geschätzt wird sein Schaffen als Liedsänger. Häufig ist Christoph Prégardien als Solist bei großen internationalen Orchestern zu erleben. So konzertierte er mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Concertgebouworkest Amsterdam, dem Philharmonia Orchestra London, dem Orchestre Philharmonique de Radio France sowie dem Boston und San Francisco Symphony Orchestra und arbeitete mit Dirigenten wie Barenboim, Metzmacher und Thielemann zusammen. Sein Orchesterrepertoire umfasst neben den großen Oratorien und Passionen aus Barock, Klassik und Romantik auch Werke des 17. und 20. Jahrhunderts. Zu seinen Opernpartien gehören Tamino, Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Fenton (Falstaff), Don Ottavio, Titus, Ulisse und Idomeneo. Ein wichtiger Aspekt im musikalischen Leben Christoph Prégardiens ist die pädagogische Arbeit. Nach mehreren Jahren an der Hochschule für Musik und Theater Zürich unterrichtete er von 2004 bis 2023 als Professor an der Musikhochschule Köln. Im Rahmen weltweiter Meisterkurse ist er auch weiterhin pädagogisch tätig.
Julian Prégardien wurde in Frankfurt geboren und erhielt seine erste musikalische Bildung in den Chören der Limburger Dommusik. Nach Studien in Freiburg und im Rahmen der Akademie des Opernfestivals von Aix-en-Provence war er von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt. Parallel entwickelte sich seine internationale Konzerttätigkeit. Er zählt heute zu den herausragendsten internationalen Vertretern der jungen Generation klassischer Sänger. Seine klare Stimme, sein tiefes Textverständnis und seine Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, machen ihn zu einem gefragten Liedinterpreten. Ein besonderer Schwerpunkt der künstlerischen Tätigkeit von Julian Prégardien sind Liederabende und Kammermusikprojekte. Anlässlich des 200. Jahrestages der Entstehung von Schuberts »Die Schöne Müllerin« hat er im Herbst 2023 dieses Meisterwerk an 10 verschiedenen Orten in Wien aufgeführt. Diese außergewöhnliche Erfahrung inspirierte ihn zur Gründung des Festivals Liedstadt, das im Oktober 2024 zum ersten Mal in Hamburg stattfand und Künstler*innen in facettenreichen Formaten zum Thema »Lied« präsentierte. Aufgrund des großen Erfolges ist Liedstadt mittlerweile in andere Städte wie Weimar, Berlin, Leipzig und Salzburg gewandert und macht im Rahmen des Schumannfestes 2026 nun auch Station in Düsseldorf.
Schumannfest: Christoph & Julian Prégardien
Samstag, 6. Juni 2026, 20:00 Uhr
Mendelssohn-Saal
Tickets: 19 – 45 Euro, Studierende und Schüler*innen 50 % Rabatt in den Preisgruppen 1 – 3, 8 Euro in Preisgruppe 4 und 5