
Das Festival im Festival: Das »Liedstadt-Wochenende« präsentiert vom 19. bis 21. Juni das Lied lebendig, nahbar und offen für alle. Zehn Künstler*innen – darunter die Sopranistin Valerie Eickhoff, die Pianistinnen Anna Gebhardt und Elenora Pertz, das Wiener Ensemble The Erlkings und Julian Prégardien als künstlerischer Leiter – bilden für mehrere Tage ein gleichberechtigtes Kollektiv, leben (tatsächlich!) in einer WG zusammen und teilen sowohl alltägliche als auch künstlerische Aufgaben. Alle WG-Mitglieder sind Künstler*innen oder Kurator*innen mit unterschiedlichen biographischen Hintergründen, alle erhalten für das Projekt »Romantik-WG« ein Honorar in gleicher Höhe. Gemeinsam entwickeln sie Konzerte, Workshops mit Schüler*innen und interaktive Formate.
Den musikalischen Mittelpunkt bildet der Eichendorff-Liederkreis Opus 39 von Robert Schumann, eingebettet in ein Programm, das das facettenreiche Thema »Heimaten« aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet – emotional, philosophisch und gesellschaftlich. Schüler*innen und das Publikum werden aktiv einbezogen: in Workshops, Panels und interaktiven Formaten, die Begegnung, Austausch und Reflexion ermöglichen. Das Liedstadt-Wochenende ist mehr als ein Konzert: Es ist ein Experimentierfeld für neue Formen des Miteinanders, der künstlerischen Begegnung und kultureller Bildung.
Ein zentraler Bestandteil ist die Education-Komponente: In vorbereitenden Workshops arbeiten die Künstler*innen des Liedstadt-Projekts mit Schüler*innen zusammen, führen sie an das Genre heran und ermöglichen ihnen, aktiv an dem Abschlusskonzert in der Rotunde der Tonhalle mitzuwirken. So wird Kunst erfahrbar, gestaltbar und gleichzeitig ein Raum für Persönlichkeitsentwicklung, Kreativität und kulturelle Bildung eröffnet.
Begleitende Formate sorgen für interaktive Partizipation: von der Möglichkeit, die Künstler*innen auf ihrem musikalischen Streifzug durch die Düsseldorfer Innenstadt zu begleiten über formelle wie informelle Diskussionsrunden bis hin zu täglichen Live-Schalten aus der WG – das Publikum wird zum Teil des Projekts und kann auf kreative Weise Einfluss auf dessen Verlauf nehmen.
Das Liedstadt-Wochenende »Heimaten« ist mehr als ein Konzertprojekt: Es ist ein lebendiges Experimentierfeld für neue Formen des Miteinanders, künstlerischer Begegnung und kultureller Bildung. Julian Prégardien verleiht dem Projekt durch seine künstlerische Vision und sein Engagement eine klare Handschrift und macht es zu einem einzigartigen Highlight im Schumannfest 2026.
Schumannfest: Liedstadt-Wochenende
Freitag, 19. Juni – Sonntag, 21. Juni 2026