
Die Pianistin Magdalene Ho machte 2023 international auf sich aufmerksam, als sie die Clara Haskil International Piano Competition gewann; seither besticht sie mit tiefgründigem, ausdrucksstarkem Spiel auf internationalen Bühnen. Ihr Repertoire verbindet barocke Klarheit, klassische Form und expressive Moderne. Im Schumannfest spannt sie einen Bogen von Bach über Beethoven und Schumann bis zu Skrjabin und Unsuk Chin – Kontraste, die sie mit feinem Klangsinn, kluger Dramaturgie und natürlicher musikalischer Präsenz zu einem großen Ganzen formt.
Magdalene Ho wurde 2003 in Kalifornien als Tochter malaysischer Eltern geboren. Im November 2024 gewann sie den 13. Internationalen Deutschen Pianistenpreis in Kronberg/Taunus. 2012 zog die Familie nach England, wo Magdalene Ho während der nächsten neun Jahre mit einem vollen Stipendium an der Purcell School for Young Musicians in Bushey/Hertfordshire von der aus China stammenden Klavierpädagogin und Pianistin Patsy Toh unterrichtet wurde. 2019 wurde ihre erste CD mit Werken von Bach und Messiaen veröffentlicht. Seit 2022 studiert Magdalene Ho, ebenfalls mit einem vollen Stipendium, bei dem Pianisten Dmitri Alexeev am Royal College of Music in London. Konzerte als Solistin, auch mit verschiedenen Orchestern (u. a. Orchester de la Suisse Romande, Orchestra della Scala), sowie Kammermusikauftritte (u. a. mit den Cellisten Daniel Müller-Schott und Marc Coppey) bestätigen Magdalene Hos außergewöhnliche pianistische Hochbegabung und musikalische Tiefe. In der Saison 2025/26 gab Magdalene Ho ihr Debüt in der Tonhalle Zürich sowie mit dem Royal Scottish National Orchestra und dem Litauischen Nationalen Philharmonieorchester. Weitere Höhepunkte der Saison sind ihre Auftritte bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Rheingau-Musikfestival und im Rahmen der SWR Reihe »Internationale Pianisten« in Mainz.
Schumannfest: Magdalene Ho
Mittwoch, 17. Juni 2026, 19:00 Uhr
Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Tickets: 28 Euro, Studierende und Schüler*innen 14 Euro