
Heavy Metal für den Konzertsaal ist Gustav Holsts 1914 komponierte Orchestersuite »Die Planeten«. Holst legte damit den Grundstein für zahlreiche Kompositionen von intergalaktischer Filmmusik im fernen Hollywood. Und sogar die Heavy-Metal-Band »Black Sabbath« bezog sich in ihrem Debüt-Album 1970 auf das Werk. Das Morgenstern Trio startete 2022 eine intensive Auseinandersetzung mit Holsts »Planeten«, indem es die Originalwerke zunächst kongenial für das Trio transkribieren ließ. Hinzu kam mit jedem Planeten ein Auftragswerk an einen zeitgenössischen Komponisten, welches einem Werk aus der klassischen Klaviertrio-Literatur gegenübergestellt ist.
Im Rahmen des Schumannfests 2026 dürfen wir der Geburt des vierten Programms beiwohnen, das sich mit dem größten Planeten des Sonnensystems auseinandersetzt: Göttervater Jupiter. Neben der Transkription des symphonischen Satzes von Gustav Holst erleben wir die Uraufführung des Auftragswerks an den amerikanischen Komponisten Pierre Jalbert, dem Mozarts Divertimento KV 254 sowie das Klaviertrio op. 80 in F-Dur von Robert Schumann in seiner Liedhaftigkeit gegenübergestellt wird. »Es gehört zu den Stücken Roberts, die mich von Anfang bis zum Ende in tiefster Seele erwärmen und entzücken. Ich liebe es leidenschaftlich und möchte es immer und immer wieder spielen«, schrieb Clara Schumann 1849.
Publikum und Presse feiern das Morgenstern Trio für höchsten kammermusikalischen und technischen Anspruch: Seine über lange Zeit gereiften Interpretationen faszinieren in der Ausarbeitung feinster Nuancen. Vor allem aber die unüberhörbare Lust am gemeinsamen Ausdruck, die immer spürbare Neugier, die Unmittelbarkeit der Spielfreude dieser Gruppe ziehen die Zuhörer in ihren Bann. Im Klaviertrio verbinden sich – wie in wohl keiner anderen Gattung – sinfonische Dichte und Wucht mit der Transparenz und Intimität eines Solorezitals. Diese reizvollen Gegensätze in einem homogenen Gesamtklang auszubalancieren, ist die große Herausforderung des Klaviertriospiels. Durch eine ebenso innovative wie gewissenhafte und kreative Beschäftigung mit dem Repertoire über viele Jahre, gelingt es den drei Musikern des Morgenstern Trios auf beeindruckende Weise, dieses Ideal immer wieder zu erreichen. Dekoriert mit den höchsten Preisen und Auszeichnungen (Wien, Melbourne, ARD, KLRITA), ist das Morgenstern Trio auf den wichtigsten Podien der Welt zu Hause, etwa der Carnegie Hall New York, dem Kennedy Center Washington DC, Musikverein und Konzerthaus Wien, Philharmonien Essen, Köln und Berlin oder Concertgebouw Amsterdam. Enge Freunde des Ensembles wissen jedoch, dass die größten Morgensternstunden sie nicht selten in den kleinsten Sälen dieser Welt erwarten: Kammermusik eben ...
Schumannfest: Morgenstern Trio
Dienstag, 16. Juni 2026, 19:00 Uhr
Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Tickets: 28 Euro, Studierende und Schüler*innen 14 Euro