
Ein Programm voller innerer Bewegung und emotionaler Dringlichkeit: Das Wiener Motus Quartett spannt einen Bogen von Joseph Haydns leidenschaftlichem »Reiterquartett« über Leoš Janáčeks zutiefst persönliches Streichquartett »Intime Briefe« bis hin zu Franz Schuberts expressivem Quartettsatz c-Moll. Mit Robert Schumanns Streichquartett a-Moll op. 41/1 findet der Abend seinen poetischen Mittelpunkt – ein Werk zwischen Aufbruch und Innenschau. Vier Komponisten, vier sehr unterschiedliche Klangsprachen, die doch eines verbindet: die Suche nach Ausdruck, Nähe und Bewegung im Innersten der Musik.
Das Motus Quartett zählt zu den spannendsten jungen Ensembles der internationalen Kammermusikszene und begeistert mit intensiver Klangkultur und großer interpretatorischer Neugier. Seine Programme zeichnen sich durch klug gesetzte Kontraste und eine spürbare Unmittelbarkeit im Musizieren aus.
Das Motus Quartett wurde 2022 gegründet und besteht aus Tim de Vries, Karla Križ, Erin Pitts und Domonkos Hartmann. Die jungen Musiker*innen lernten sich während des Studiums in Wien kennen und studieren bei Johannes Meissl an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw). Weitere musikalische Impulse erhielt das Ensemble unter anderem von Hatto Beyerle, Eckart Runge, dem Jerusalem Quartet, dem Danish String Quartet, Tim Frederiksen, Peter Schuhmayer, Minna Pensola, Patrick Jüdt und Avedis Kouyoumdjian. Das Quartett hatte außerdem das Privileg, an verschiedenen Werken mit György Kurtág zu arbeiten. Zuletzt gewann das Ensemble den 1. Preis und den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes der frühen Klassik beim 10. International Joseph Joachim Chamber Music Competition. Außerdem wurde das Quartett bei der Internationalen Sommerakademie der mdw (isa) mit dem Artis Quartettpreis und dem Preis der Wiener Klassik ausgezeichnet. Das Motus Quartett nimmt regelmäßig an ECMA (European Chamber Music Academy) und Musethica Sessions in ganz Europa teil. Es spielte bereits Debütkonzerte im Wiener Konzerthaus, Musikverein Wien und Concertgebouw Amsterdam. Im Januar 2026 debütierte es im Wigmore Hall London. Weitere Konzerte führten das Ensemble nach Asien, Nordamerika, Afrika und in den größten Teil Europas.
Schumannfest: Motus Quartett
Montag, 22. Juni 2026, 19:00 Uhr
Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Tickets: 22 Euro, Studierende und Schüler*innen 11 Euro