Ein Fest der Musikkulturen Düsseldorfs

Großes Familienmusikfest 2018

Traditionell feiert die Tonhalle gegen Ende der Spielzeit ein Familienmusikfest. Am musikalischen Tag der offenen Tür am 24. Juni 2018 von 12:00 bis 17:00 Uhr treten alle Ensembles des Hauses auf, vom Kinderorchester über die Düsseldorfer Symphoniker bis hin zum Publikumsorchester. Sie alle sind gemeinsam mit eingeladenen Gastmusikern in verschiedensten Formaten und Räumlichkeiten zu erleben. Ob draußen oder drinnen, ob Instrumente selber basteln oder Instrumente live erleben, ob auf oder hinter der Bühne, ob Konzert oder Workshop, ob im kleinen oder großen Saal, ob Konzerte mit Geschichten oder mit Tanz, ob im Grünen Gewölbe oder in der Rotunde, ob großes Orchester oder Kammerensemble, ob Jazz oder Alte Musik, ob Zuhören oder Mitsingen – die Vielfalt des Programms und die vielen Möglichkeiten der Interaktion lockten in der Vergangenheit jedes Jahr rund 2.000 Kinder und Erwachsene zum Familienmusikfest.

Mit Blick auf die stetig wachsende Diversität in unserer Stadtgesellschaft, in der inzwischen fast 60 Prozent aller Sechsjährigen in Düsseldorf Migrationshintergrund haben, möchte die Tonhalle in diesem Jahr aus dem traditionellen Familienmusikfest ein „Fest der Musikkulturen Düsseldorfs“ werden lassen und es weiter öffnen – insbesondere für die Familien mit Einwanderungsgeschichte. Aber nicht nur das: Die kulturelle Vielfalt in Düsseldorf ist ein großer, zum Teil ungehobener Schatz, den die Tonhalle an diesem Tag ein Stück weit zum Klingen bringen und damit dem Publikum vor Ohren führen möchte.

So werden sich Ensembles, Solisten und Bands aus allen Teilen der Welt, die zum Teil schon seit langem, zum Teil erst seit kurzem in Düsseldorf und Umgebung eine neue Heimat gefunden haben, in der Tonhalle mit ihrer eigenen Musik präsentieren und auch in Interaktion mit den (Nachwuchs-)Orchestern des Hauses treten. So wird u. a. das U16-Orchester der Tonhalle in Zusammenarbeit mit sieben Kinderchören aus den unterschiedlichen Stadtteilen bzw. Communities einen „Klingenden Stadtplan von Düsseldorf“ entwerfen, der von der japanischen über die russische, polnische, türkische und marokkanische bis hin zur italienischen und griechischen Gemeinde als die sieben größten Bevölkerungsgruppen führen wird. Das Publikumsorchester wiederum hat den türkischen Baglama-Spieler Erdal Akkaya als Solisten eingeladen.

In den Backstage-Räumen erwarten einzelne Musiker der Düsseldorfer Symphoniker ihre Gäste, um ihre Herkunft auf musikalische Weise zu verraten – denn auch sie kommen aus der ganzen Welt. Genauso wie die Gastensembles, die in der Rotunde Platz nehmen und für viel Stimmung zum Mitsingen, Mitklatschen und Mittanzen sorgen werden: vom japanischen Taiko-Ensemble bis zum russischen Balalaika-Orchester. Wer gerne mitsingt und sich bewegt, ist im kleinen Saal gut aufgehoben. Hier freuen sich Musiker aus dem arabisch-türkischen Sprachraum in kurzen Mitmachkonzerten auf ein aktives Publikum. Wer Geschichten und Märchen aus aller Welt liebt, sollte die „Grüne Oase“ im Grünen Gewölbe aufsuchen: Hier geht es auf den Flügeln der Fantasie und zu Klängen der Koto, der Oud und der Santur vom Abend- ins Morgenland, vom Orient in den Okzident.

Selbst an der frischen Luft geht es musikalisch zu: Auf dem Vorplatz der Tonhalle schafft Michael Bradke einen großen Klangkanal und weitere interaktive Klanginstallationen für Kinder. Hier können sich die Nachwuchsmusiker außerdem eine eigene Handtrommel oder Panflöte basteln.