Zimmermann 100

Vier Stücke, vier verschiedene Welten - aber alles ganz und gar Zimmermann. Die "Metamorphose" entstand als Musik zum gleichnamigen, handlungslosen Stummfilm des Schweizer Dokumentarfilmers Michael Wolgensinger. Sie ist einer der Versuche Zimmermanns, im leichten Genre zu schreiben, ohne sich selbst zu verleugnen - was ihm den Unmut einiger gestrenger Komponistenkollegen eingebracht hat... Die "Monologe" gehen auf Material zur Oper "Die Soldaten" zurück. Sie sind ein Kompendium dessen, was auf zwei Klavieren überhaupt machbar ist - und ein Paradebeispiel für Zimmermanns geradezu karnevalistische Zitat- und Collagetechnik. Die tiefgründige Sonate für Viola ist ein Requiem auf Zimmermanns Tochter Barbara, die kurz nach ihrer Geburt starb. Ein Extremstück, in dem nahezu jeder Ton eine eigene Klangfarbe bekommt. Das dem anitrassistischen Theologen Ernest Trice Thompson gewidmete Trompetenkonzert "Nobody knows de trouble I see" verbindet einen zwölftönigen Orchestersatz mit viel Jazz und Elementen barocker Choralvorspiele - ein Virtuosenstück konzertanter Musik mit großem engagierten Impetus.
notabu.ensemble neue musik
Yury BondarevViola
Ferenc MauszTrompete
Frederike MöllerKlavier
Yukiko FujiedaKlavier
Mark-Andreas SchlingensiepenDirigent
Bernd Alois Zimmermann
Metamorphose
Bernd Alois Zimmermann
Monologe für zwei Klaviere
Bernd Alois Zimmermann
Sonate für Viola solo
Bernd Alois Zimmermann
Nobody knows de trouble I see für Trompete und Orchester
  • Supernova –
    Neue und neueste Musik
  • 20:00 Konzertbeginn
  • Mendelssohn-Saal
  • Veranstalter: Tonhalle Düsseldorf