Ragnhild Hemsing
Die norwegische Geigerin und Hardangerfiedelspielerin Ragnhild Hemsing verbindet seit ihrer Kindheit die musikalischen Traditionen Norwegens mit klassischer Musik und schafft dabei einen einzigartigen, frischen Stil. Geboren in Valdres, begann sie früh mit Violine und Hardangerfiedel und studierte später in Oslo und Wien. Bereits mit 14 Jahren debütierte sie mit großen norwegischen Orchestern und entwickelte sich zu einer international gefragten Künstlerin, die der Hardangerfiedel auch außerhalb Norwegens neue Bekanntheit verschafft.
In der Saison 2025/26 bringt Hemsing drei neue Konzerte für Hardangerfiedel und Orchester zur Uraufführung, Werke von Kim André Arnesen, Gordon Hamilton und Ola Kvernberg. Sie tritt als Solistin mit renommierten Orchestern wie dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem Arctic Philharmonic Orchestra und als Artist in Residence mit dem Stavanger Symphony Orchestra auf. Weitere Highlights sind Tourneen mit den Trondheim Soloists und Barokkanerne sowie Festivalauftritte, etwa beim Bodensee-Festival und dem Kammermusikfestival in Regensburg.
Ihre Kammermusikpartner sind ebenso vielfältig: Neben klassischen Kooperationen mit Musikern wie Jonas Vitaud, Benedict Kloeckner und Mario Häring pflegt sie Projekte im Jazz- und Folkbereich, etwa mit Mathias Eick, Steinar Raknes und Omar Massa.
Ragnhild Hemsing hat seit 2021 fünf Alben bei Berlin Classics veröffentlicht, die sowohl von Publikum als auch von der Presse gefeiert wurden. Ihr aktuelles Album »The Norwegian Seasons« präsentiert Vivaldis »Vier Jahreszeiten« auf der Hardangerfiedel und integriert norwegische Volksmusik. Das Album »Røta« wurde mit dem Opus Klassik Preis ausgezeichnet.
2013 gründete sie mit ihrer Schwester Eldbjørg das Hemsing Festival, das jährlich in ihrer Heimatstadt Aurdal stattfindet. Hemsing spielt auf einer Violine von Francesco Ruggeri (1694) und einer historischen Hardangerfiedel von Ole Bull, beide als Leihgaben der Stiftung Dextra Musica.
Ustina Dubitsky
Das musikalische Talent von Ustina Dubitsky zeigte sich schon in jungen Jahren. Ihren ersten Bühnenauftritt hatte sie als Mitglied des Kinderchores der Bayerischen Staatsoper in München, und gleichzeitig erhielt sie eine intensive Geigenausbildung. Als Konzertmeisterin in verschiedenen Jugendorchestern entwickelte sie ihre Führungsqualitäten, insbesondere unter renommierten Dirigenten wie Mariss Jansons.
In den vergangenen Spielzeiten dirigierte Ustina Dubitsky eine Vielzahl von Ensembles, darunter das Gürzenich-Orchester Köln, die Philharmonie Luxembourg, das Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música, das Orchestre de Paris, das Ensemble Modern, das Orchestre national de Cannes, das Paris Mozart Orchestra, die Dresdner Philharmonie, die Bochumer Symphoniker, das Orchestre national de Metz, das Ensemble Intercontemporain, die Odense Philharmonic, Ensemble Reflektor und das Konzerthausorchester Berlin. In der Saison 2025/26 kommen u. a. das Münchner Rundfunkorchester, die Opéra de Lyon, die Düsseldorfer Symphoniker, das Orchestre de chambre de Paris, die Münchner Symphoniker, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und das SWR Symphonieorchester hinzu. Ustina Dubitsky wird ihr Debüt am Opernhaus Zürich geben und eine Neuproduktion von »Gianni Schicchi« dirigieren.
Nach ihrer Teilnahme am 57. Internationalen Dirigierwettbewerb in Besançon war sie von 2022 bis 2023 als Assistenzdirigentin beim Orchestre Victor Hugo Franche-Comté tätig und von 2022 bis 2024 beim Gürzenich-Orchester Köln. Im März 2022 gewann sie den Orchesterpreis und erhielt ein zweijähriges Stipendium an der Academy La Maestra. Im Jahr 2022 assistierte Ustina Dubitsky Maestro François-Xavier Roth bei einer Neuproduktion von »Lohengrin« an der Bayerischen Staatsoper sowie bei der »Zauberflöte« am Théâtre des Champs-Élysées mit Les Siècles. Im April 2024 gab sie ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper (Opernstudio) mit einer Neuproduktion des Doppelabends »Lucrezia / Der Mond«.
Ustina Dubitsky begann ihre Dirigierausbildung in Weimar. Sie verfeinerte ihre Fähigkeiten weiter durch Meisterkurse u. a. bei Peter Eötvös, David Zinman und Paavo Järvi. Im Jahr 2021 schloss sie ihren Masterabschluss bei Prof. Johannes Schlaefli in Zürich ab.