
während Debussy immer wieder gegen akademische Normen protestierte, setzte sich sein 13-Jahre jüngerer Kollege Maurice Ravel intensiv mit alten Formen auseinander. Davon konnte sich auch der Porträtmaler Jacques-Émile Blanche überzeugen, als er Ravel fragte, ob dieser gegen gute Bezahlung zweimal in der Woche in sein Atelier kommen und mit ihm vierhändig spielen wolle. Ravel stellte eine klare Bedingung: Die Musikauswahl müsse sich ausschließlich auf Mozart beschränken.
Wir müssen uns heute nicht auf Mozart beschränken – auch wenn seine c-Moll-Messe als Glanzpunkt seiner Kirchenmusik für sich allein steht und wirkt. Mit den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von Vitali Alekseenok lassen wir uns weit aufs Meer hinaustreiben und lauschen den mal sanften, mal sich auftürmenden und überschlagenden Wellen eines Ravels und Debussys. Dabei nehmen uns die Einflüsse der traditionellen Gamelan-Musik in Debussys »La mer« in entfernte Klangwelten mit. An welchen Ufern wir nach dieser musikalischen Seefahrt wieder an Land gehen, bleibt abzuwarten.