Wasser

Green Monday

Wie kann ein Konzerthaus seine Klimabilanz verbessern und sich zur Klimakrise positionieren? Um das anzugehen, werden die Montags-Sternzeichen der Saison 23/24 zu »Green Mondays«, die sich verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen rund um den Konzertabend widmen. Zusätzlich erklingt in jedem Konzert eine Auftragskomposition aus internationaler Feder. Das aktuelle Konzert widmet sich dem Thema »Wasser«.

Unsere Gäste zum Thema

Hans-Peter Rohns arbeitet in der Wasser-Qualitätssicherung der Stadtwerke Düsseldorf und sorgt mit dafür, dass das Düsseldorfer Leitungswasser den hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht und überall in Düsseldorf als Trinkwasser genutzt werden kann. So tragen die Stadtwerke im Sinne ihrer Unterstützung als Klimapartner der Landeshauptstadt Düsseldorf zu mehr Nachhaltigkeit bei, um für Düsseldorf Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen.

Mit der Vision »WASSER FÜR ALLE – ALLE FÜR WASSER!« unterstützt Viva con Agua Wasserprojekte und verfolgt die Vision, dass alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser, Hygieneeinrichtungen und sanitärer Grundversorgung bekommen. Dabei setzt Viva con Agua auf die universellen Sprachen Musik, Kunst und Sport, um Menschen für sauberes Trinkwasser zu aktivieren und Spenden zu generieren.

Die Verbraucherzentrale NRW informiert und berät in vielen Alltagsthemen, wie Digitale Welt, Energie, Gesundheit & Pflege, Lebensmittel, Mobilität, Umwelt, Versicherungen oder Verträge. Sie unterstützt Verbraucher und Verbraucherinnen bei der Durchsetzung ihrer berechtigten Interessen und setzt sich gegenüber Politik, Verwaltung und Verbänden für den Verbraucherschutz ein. Im Bereich Wasser und Nachhaltigkeit bietet sie persönliche Beratung und Workshops an, organisiert Vorträge und öffentlich wirksame Aktionen.

Der Ernährungsrat Düsseldorf ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Förderung regionaler, nachhaltiger und gesunder Lebensmittel einsetzt und das Vertrauen zwischen regionalen Produzent*innen und Verbraucher*innen stärkt. Darüber hinaus setzt er sich für einen nachhaltigen Wasserverbrauch ein und informiert über »virtuelles Wasser«, insbesondere im Zusammenhang mit Ernährung.

Der Zugang zu Wasser ist ein Menschenrecht

In Deutschland ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser selbstverständlich, doch das ist nicht überall so. Laut dem letzten UN-Weltwasserbericht sind schon heute zwischen zwei und drei Milliarden Menschen mindestens einen Monat pro Jahr von Wasserknappheit betroffen. Laut dem Bericht wird diese in Zukunft auch immer häufiger und stärker dort auftreten, wo die Ressource heute noch im Überfluss vorhanden ist. Sauberes Wasser ist also ein schützenswertes Gut, der Zugang dazu ein Menschenrecht und eins der 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Doch warum ist diese lebens­notwendige Ressource so bedroht und wie kann es gelingen, diese zu schützen?

Warum Wasser weltweit knapper wird

Bevölkerungswachstum, sozioökonomische Entwicklung und veränderte Verbrauchsmuster sorgen dafür, dass der Weltwasserverbrauch seit 40 Jahren um circa 1 Prozent im Jahr steigt. Dazu kommt die steigende Verunreinigung, die in nahezu allen Ländern der Welt auftritt. In Ländern mit niedrigem Einkommen oft durch unzureichende Wasseraufbereitung, in Industriestaaten durch die Belastung des Grundwassers durch die Landwirtschaft. Auch bei uns in Deutschland wird es immer schwieriger, Grund- oder Oberflächenwasser zu Trinkwasser aufzubereiten. Viele Flüsse können die dem Wasser zugeführten Stoffe in den vorliegenden Mengen nicht mehr komplett herausfiltern, sodass es technisch immer aufwändiger wird, Trinkwasserqualität zu erreichen.

Welche globalen und politischen Lösungen es gibt

Wasser ist ein globales Thema, daher kann Wasserknappheit auch nur global gelöst werden. Der Weltwasserbericht fordert kooperative Ansätze in der Wasserbewirtschaftung, wie beispielsweise Wasserfonds. Bei diesem Konzept investieren flussabwärts ansässige Nutzer (Städte, Unternehmen oder Versorger) gemeinsam in flussaufwärts gelegene Lebensräume, um Menge und Qualität ihres eigenen Nutzwassers zu verbessern. Auch erfolgversprechend ist die Beteiligung von Interessensgruppen sowie der Bevölkerung an der Umsetzung von Wassersystemen.

Wie wir unser Wasser schützen können

In Deutschland liegt unser täglicher Verbrauch an Trinkwasser bei ungefähr 120 Litern pro Person, da wir es neben Trinken und dem Zubereiten von Speisen auch zum Duschen, Abwaschen und Toilette-Spülen benutzen.

# Abwasser sauber halten

Damit Kläranlagen unser Wasser rückstandsfrei wiederaufbereiten können, dürfen einige Dinge nicht über den Abfluss entsorgt werden. Dazu zählen Medikamente, Pflanzenschutzmittel, Kosmetikartikel, Zigarettenkippen, Essens- und Farbreste (besonders ölhaltige).

# Leitungswasser statt abgefülltes Wasser

Leitungswasser ist in Deutschland überall trinkbar. Es wird sogar deutlich häufiger kontrolliert als Mineralwasser, teilweise täglich. Laut einer Studie von GUTcert ist der CO2-Ausstoß bei Flaschenwasser 50-550-mal höher als bei Leitungswasser.

# Umstieg auf Erneuerbare Energien

Für die Kühlung von Atomreaktoren werden pro Jahr Wassermengen im Billionen-Liter-Bereich benötigt. Dieses wird entweder als Wasserdampf an die Atmosphäre abgegeben oder leicht erwärmt in Gewässer zurückgegeben, was sich negativ auf die sensiblen Ökosysteme auswirken kann. Der Umstieg auf erneuerbare Energien lohnt sich fürs Klima also doppelt!

Woher kommt das Düsseldorfer Leitungswasser?

Etwa ¾ unseres Leitungswassers sind sogenanntes »Rheinuferfiltrat« – Wasser, das am Boden des Rheins versickert. Auf dem Weg durch Sand- und Kiesschichten wird das Wasser bereits natürlich gereinigt, doch seit dem Industrialisierungsschub in den 1950er und 60er Jahren reicht diese Reinigung nicht mehr aus. Daher wurde das »Düsseldorfer Verfahren« entwickelt, das die Filtration durch den Einsatz von Ozon und Aktivkohle optimiert.